Start Über Programm Berichte Galerie

Herzlich Willkommen

© EKC Eiselfing 2016

Vereinsschlittenfahrt

Letztes Wochenende fand unsere Vereinsschlittenfahrt bei Nacht statt. Dieses mal ging es zur Ottenalm am Walchsee. In kleineren Einzelgruppen trafen nach einer Gehzeit von etwa 45 Minuten, insgesamt 20 fleißige EKC´ler in der Berghütte ein. Zur Stärkung wurden die verschiedenen Gerichte von Brotzeitplatten bis Schnitzel durchprobiert. In gemütlicher Runde konnten dann die Ereignisse der Wintermonate ausgetauscht werden. Zu später Stunde sorgte der Hüttenwirt mit seiner Quetschn (Ziehharmonika) für einen zünftigen Abend. Um Mitternacht wappneten sich alle für die Abfahrt mit dem Schlitten. Die Stirnlampen wurden, wo nicht zu Hause vergessen, aufgesetzt und schon ging es in rasanter Fahrt Richtung Tal. In wilden Überholmanövern wurden Rennen ausgetragen und viele wollten beweisen, dass ihr Rennschlitten der schnellste ist. Nach 10 Minuten war die lustige Fahrt leider schon wieder zu Ende. Nach kurzer Wartezeit trafen auch die gemütlichen Schlittenfahrer am Parkplatz ein.

Platsch. Wieviel? - 36!

36 Kilogramm kann schon eine komplette Expeditionsausrüstung wiegen inklusive aller Paddlerkla-motten. Was es mit der 36 wirklich auf sich hat, da kommen wir noch zu. Jetzt starten wir erstmal mit einem normalen Trainingstag: Die Übungsleiterinnen, Resi und Angela, sind mit unseren Burschen und den aufgeladenen Booten gerade an der Innstaustufe angekommen. Quirin, Luca und Tobias schälen sich aus dem Auto. Da kommt gerade der Vierte im Bunde um die Ecke geschossen. Der Louis, flott von Mutti vorbeigebracht. Ein Pfiff von Resi, Jungs, ihr dürft euch umziehen. Tja, wenn das den so einfach wäre. Louis, was los? Ja …mh. Wat nu? Mutti ist gerade mit meinen Sachen abgehauen. Ist es nicht eher so, dass Du die Sachen nicht gleich mit aus dem Auto rausgenommen hast? Naja, da werden wir wohl jetzt mal sammeln gehen. Eine Spritzdecke und ein Helm finden sich. Aber eine Schwimmweste? Er bekommt heute mal meine. Was für eine Ehre! Und was für ein Riesending. Passt scho. Nun dann, es kann losgehen. Die Boote geschultert und ab ins Wasser. Fix sitzen alle im Boot. Die Zeit ist inzwischen auch vorbei, dass man den Burschen die Spritzdecke zu machen muss. Und schon geht es los, rein in die Strömung und wieder raus. Boot richtig angekantet, damit das anströmende Wasser das Boot anhebt. Wer das nicht tut, wird gleich mit einem aggressiven Wackler ob seines Fehler bedacht. Kommt es ganz heftig, dann macht es nur noch Platsch. Konterschlag, Rundschlag, tief durchziehen und flach stützen, vor allem am Stock ziehen. Man könnte den Eindruck gewinnen, es geht hier um Kampfsport. So ganz falsch ist das nicht. Übrigens, der Stock ist das Paddel. Fleißig wird geübt und es macht wirklich Platsch. Luca, da haben wir zu viel aufgekantet und den Körperschwerpunkt in ein Nirgendwo verlegt. Ist ja nicht tief. Also raus das Boot, leeren und weiter geht’s. Nun auch noch rückwärts durch die Strömung queren. Ja wozu braucht’s das denn. Ich habe hinten im Kopf doch keine Augen. Das ist der Natur egal. Die nimmt auf Euch keine Rücksicht. Könnt ihr es nicht, macht’s im ungünstigen Augenblick Platsch. Schon wieder. Nein, diesmal ist keiner reingefallen. Als Schmankerl geht es zum Schluss noch in die „voll fette“ Strömung am Durchlass vor der Insel. Da wird das gerade gelernte auf die Probe gestellt. Grinsen bei Angela und Resi, das Training war nicht umsonst. Wer will, der darf in die Strömung springen und das Wildwasserschwimmen üben. Damit das nicht böse endet, die Regel: immer Füsse voraus, Gesicht nach oben und im entscheidenden Moment kraulen. Alle nass? Nein. Macht nichts. Zeit ist‘s, wir machen Schluss. Also Boote wieder auf die Schulter und ab zu den Autos. Mei mei, Tobias taumelt dahin. Aber ich werde ein Teufel was tun und ihm das Boot tragen helfen. Wir sind hier nicht im Hotel Mama. Schnell sind alle umgezogen und die Ausrüstung verstaut. Da frage ich die Jungs, ob sie Lust haben, mich am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Ausflug auf die Tiroler Ache zu begleiten. Louis, Luca und Tobias sind dabei. Prompt kommt die Frage: Was ist da so ungewöhnlich? Nun ja, wir werden uns einer großen Gruppe aus Kiefersfelden anschließen. Und? Es ist fast das gesamte Blasorchester von Kiefersfelden, zirka 40 Leute. Ich erwarte ein Schwimmfestival in der Entenlochklamm. Die Burschen unisono: Eh, das ist ja voll cool. Da kommen wir mit. Sonntag früh, Treff am Bootsschuppen und alle Drei sind da. Derweil wir Boote aufladen und die Paddelsachen zusammen suchen, versuche ich den Burschen die Gefährlichkeit des heutigen Unternehmens zu erklären.  Wir werden Leute begleiten, die vom Paddeln und Wildwasser null Ahnung haben. Das wird oft Platsch machen und man kennt es aus der eigenen Kajakkarriere. Man macht dicke Backen. Weil sie als Bläser das aber besonders gut können, werden viele kleine Luftblasen richtige Luftlöcher im Wasser ergeben. Der unaufmerksame Kajakfahrer, der da reinfällt, verschwindet wie in einem Schwarzen Loch. Weg ist er. Die Jungs schauen mich leicht schiefen Kopf verschmitzt grinsend an. Ich glaub, die glauben mir das nicht. Na gut, war ja auch eine Geschichte von „Käpt’n Blaubär“. Angekommen in Kiefersfelden, ist schon großer Trubel an der Mündung des Kiefernbachs. Ware Massen an Anwärtern werden eingewiesen. Platsch, auf ruhigem Flachwasser. Und schon wieder Platsch. Louis schaut ungläubig: Die können ja gar nichts. Die haben ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das kannst du so nicht sagen, entgegne ich. Die offenen Kanus bereiten aber auch mir Sorgen. Angekommen am Einstieg zur Tiroler Ache unterhalb von Kössen, wird das Ausmaß erst richtig erkennbar. Das sind richtig viele Leute. Dazwischen wuseln die Ansager rum, also die Leute, die vom Paddeln etwas Ahnung haben. Es dauert schon seine Zeit, bis der Tross von geschätzt 70 Leuten los kommt. Die Jungs warten mit mir zusammen an der ersten großen Kurve, direkt am Eingang zur Schlucht. Platsch. Der erste schwimmt. Jippie, es geht los. Zählt mal die Schwimmer mit. Und Platsch, den Zweiten haut der erste Schwall aus dem Boot. Jippie-ya-yeah! Ja Jungs, jetzt ist mal Schluss mit der Schadenfreude. Jetzt dürft ihr aktiv werden. Los geht’s. Wenn ihr was schwimmen seht, einsammeln. So geht es Kurve für Kurve, Schwall um Schwall immer tiefer in die Entenlochklamm. Diese 5-Sterne Landschaft bietet genau die richtige dramatische Kulisse für dieses Schwimmfestival. So manch Schwimmer macht nicht nur dicke Backen, sondern hat auch riesengroße Augen. Als erfahrener Paddler betrachtet man das sachlich: Es handelt sich um eine hochgradige Überforderung. Keine Krankheit, eher eine durch Adrenalin vernebelte Selbsteinschätzung. Alle die paddeln können haben mit allen die nicht paddeln können alle Paddel voll zu tun. Jungs, gebt mal ein Zwischenergebnis. 22. Das ist schon ordentlich und wir haben gerade die Hälfte der Strecke hinter uns. Da passiert es. Ein offenes Kanu kentert. Aus dem vormals leichten Gefährt wird ein Frachtschiff mit mehreren hundert Kilo Wasser drin. Das treibt in der Strömung, wie ein Brückenpfeiler. Aber die Profis bringen den Kahn schnell an Land. Dort ist das Kanu dank seiner riesigen Luke genauso schnell leer, wie es vollgelaufen war. Und weiter geht’s. Platsch. 27, rufen die Jungs. Klatsch, was war das? Da hat sich doch glatt weg jemand mit dem flach aufs Wasser geschlagenen Paddel gerettet. Auch sowas gibt’s. Einen Höhepunkt bildet der letzte Schwall am Ende der Schlucht. Kurz vorm Ausstieg zerlegt es noch mal einen ganzen Schwung an Anfängern. Rasant steigt der Zähler für Kenterungen an. Angekommen am Ausstieg. Erschöpft, aber jede Menge leuchtende Augen unter den Bläsern. Meine Jungs sind heil angekommen. Und sie grinsen. Jungs: Wieviel Kenterungen waren es? 36! Dies war eine wahre Geschichte. Und was lehrt euch diese? Wenn du richtig schwimmen lernen willst, dann geh Wildwasser paddeln. Mit null Ahnung reicht auch die Tiroler Ache. Du wirst vielleicht nicht Weltmeister, aber du wirst um dein Leben kraulen. Wie ihr euch an wen wenden könnt, findet ihr alles hier auf dieser Homepage.

Sicherheitstraining

Beim Wildwasserpaddeln ist man meistens auf schnellfließenden Flüssen mit starker Strömung unterwegs. Kommt es zu einer Kenterung ist es wichtig Schwimmer und Material schnellstmöglich aus dem Wasser zu ziehen um Unterkühlungen, Verletzung durch Steinkollisionen oder Verlust des Materials zu vermeiden. Doch wie wird ein Schwimmer gerettet ohne sich selbst in größere Gefahr zu bringen? Um diese und auch viele andere Fragen zu klären wurde durch die Kajakabteilung des TSV Eiselfing ein professionelles Sicherheitstraining, mit Unterstützung der Kanuschule Kitzalp, für interessierte Vereinsmitglieder Mitte Mai durchgeführt. Doch nicht nur spezielle Sicherungs- und Rettungstechniken sind wichtig im Wildwasser, vor allem ist ein gute Ausrüstung entscheiden. Um das Sicherheitsbewusstsein bzgl. des Materials zu schärfen, begann das Sicherheitstraining mit einer Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Dabei wurde sowohl das Material am Paddler wie etwa Schwimmweste und Helm, als auch die Ausrüstungsgegenstände die immer im Boot mitgeführt werden sollten, wie z.B. Erste-Hilfe-Set, angesprochen. Nach der Einweisung an Land folgte der praktische Teil des Trainings. Zum Einen wurde der Umgang mit Seilen, Knoten, Umlenkrollen, etc. zur Bergung von verklemmten Personen oder Booten geübt. Um einen Flaschenzug aufbauen zu können werden nicht viele Knoten benötigt. Die entscheidenden Handgriffe müssen aber im Ernstfall sitzen. So wurden fleißig der Achterknoten und der Mastwurf geknotet und mehrere Flaschenzüge aufgebaut. Als krönender Abschluss wurde ein in der Strömung verkeilter Baumstamm durch Teamarbeit und einem Flaschenzug an Land gezogen. Zum Anderen wurde alles rund um das Wildwasserschwimmen und der Rettung von Schwimmern geübt. Hierbei ist es wichtig, dass sowohl der Schwimmer, als auch der oder die Retter sich richtig verhalten. Im Wildwasser wird üblicherweise eine Position des Rückenschwimmens mit den Füssen flussabwärts gewählt, da hierbei Hindernisse besser gesehen werden können und ein Zusammenstoß mit einem Stein mit den Beinen abgedämpft werden kann. Um dies zu Üben, durfte sich jeder Teilnehmer in die Fluten der Saalach stürzen. Für den Retter ist das wichtigste Utensil der Wurfsack. Dies ist ein Sack in dem ca. 20 m Seil gestopft sind und durch verschiedene Wurfteckniken wickelt sich das Seil ab und ein Schwimmer kann mit dem Seil an Land gezogen werden. Damit ein Schwimmer, der sich durch die Strömung fortlaufend weiterbewegt, auch sicher mit dem Wurfsack getroffen wird, ist regelmäßiges Training erforderlich. Neben dem Wurfsackwerfen wurde die Springersicherung geübt. Hierbei springt ein angeseilter Paddler in den Fluss um Schwimmer und / oder Material zu fassen und dann von den Kollegen mit dem Seil ans sichere Ufer zu ziehen. Bei allen Sicherungs-, Rettung- und Bergungstechniken ist es wichtig, dass diese immer geübt werden, damit im entscheidenden Moment schnell geholfen werden kann. Aus diesem Grund wird von der Kajakabteilung regelmäßig ein Sicherheitstraining angeboten, bei dem die Beteiligung immer sehr hoch ist. Als Abschluss des sehr erfolgreichen Sicherheitstrainings folgte eine gemeinsame Kajakfahrt auf der Slalomstrecke der Saalach, bei der zum Glück keine Rettungstechniken benötigt wurden.

Kajakausflug zu den tiefen Schluchten Italiens

Es ist Karfreitag und wir machen uns mit den Camping- und Paddelsachen auf den Weg nach Italien. Auf der Fahrt nach Süden werden ab Reit in Winkel die Schneeberge am Straßenrand immer höher und in Kitzbühl räumt ein Schneepflug vor uns die Straßen. Auch schauen uns die Skifahrer, die an der Bushaltestelle stehen und auf den Skibus warten, etwas skeptisch an, als wir mit den Kajaks auf dem Autodach an ihnen vorbei fahren. Spätestens am Felbertauern wo tiefster Winter herrscht, keimen ersten Zweifel auf, ob wir nicht lieber Ski statt Kajaks einpacken hätten sollen. Doch sobald wir den Hengstbergsattel überquert haben und wir im Piave-Tal angekommen sind, sind die restlichen Schneemassen verschwunden. Als wir am vereinbarten Treffpunkt am Einstieg der Piave aus dem Auto steigen empfangen uns angenehme Temperaturen von 15°C und mit Begeisterung lassen wir die Boote zu Wasser. Nach 14 Paddelkilometern erreichen wir beeindruckt von der wunderschönen Landschaft den Ausstieg und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Am nächsten Tag geht es an Cordevole. Als wir das Tal der Cordevole erreichen, finden wir ein ca. 80 m breites Flussbett doch die Wassermenge reicht höchstens zum Händewaschen. Wir fahren weiter flussaufwärts und hoffen, dass oberhalb des Kraftwerks genügend Wasser fließt. Wir haben Glück und schon bald befinden wir uns mit unseren Booten inmitten eines schönen Naturslaloms mit glasklarem Wasser und runden Steinen. Spannend wird es als wir eine Klamm erreichen, in der einige schwerere Wildwasserstellen auf uns warten. Nach einer Besichtigung und der Auswahl geeigneter Linien fahren wir die Stellen und schon bald erreichen wir den Klammausgang und somit den Ausstieg. Für Ostersonntag haben wir uns eine ganz besondere Kajakfahrt ausgesucht. Wir wollen die Mae- Schlucht paddeln. Beschreibungen wie „das Schönste und zugleich Bedrückendste was je auf einem Fluss gesehen wurde“, „die Schlucht ist sehr tief und sehr imposant“ oder „die Stimmung da unten muss man erlebt haben“ lassen uns voller Vorfreude bei strahlendem Sonnenschein aufbrechen. Als wir den Zustieg erreichen und wir von der Hängebrücke in die tief unter uns liegende, enge Schlucht blicken, sind sich einige nicht mehr sicher, ob sie mitpaddeln wollen. Klar ist, wenn wir erst einmal in der Schlucht sind, gibt es kein Zurück mehr und durch die senkrechten Felswände gibt es nur den Wasserweg aus der engen Klamm. Nach einer kurzen Besprechung beschließen wir alle gemeinsam zu dem Abenteuer Mae-Schlucht aufzubrechen. Mit vereinten Kräften seilen wir die Kajaks in die Schlucht ab und klettern die 150 Höhenmeter hinterher. Als wir nach 1,5 Stunden das Bachbett erreichen, steigen wir etwas nervös in die Kajaks. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur ersten unfahrbaren Stelle. Die engen Durchfahrten eines Felssturzes sind mit Baumstämmen versperrt. Indem wir eine Kette bilden, reichen wir die Boote und Paddel über die Hindernisse und können nach dieser Stelle weiterpaddeln. Doch nach wenigen Kurven naht die nächste unfahrbare Stelle. Eine ca. 2 m hohe Stufe mit starkem Rücklauf müssen wir mit vereinten Kräften umheben. Danach wird die Strömung etwas ruhiger und wir können die beeindruckenden Felswände begutachten. Überwältigt von der teilweise keine zwei Meter breite Klamm, paddeln wir weiter. Unzählige kleine Wasserfälle stürzen auf uns herab und durch die überhängenden Felsen ist es zum Teil fast dunkel. Nach mehreren Stunden staunendem Paddeln durch die Schlucht erreichen wir überglücklich den Ausstieg. Noch am Abend am Lagerfeuer wird über die atemberaubende Mae Befahrung diskutiert. Am nächsten Tag müssen wir uns leider schon wieder auf den Heimweg machen, nicht ohne auf dem Rückweg die Obere Piave zu paddeln. Nahe der Schneegrenze steigen wir bei schönem Wetter aber kühlen Temperaturen in die Kajaks ein. Trotz des kalten Windes genießen wir die kurze Fahrt durch die wilden Katarakte. Auf dem Weg nach Hause kommen wir wieder an den wartenden Skifahrern und den schneebedeckten Bergen vorbei, müssen bei Schneesturm und rutschiger Fahrbahn den Pass Thurn überwinden und mit eiskalten Fingern Zuhause die Boote vom Dach laden. Doch wir sind uns alle einig, es war die Richtige Entscheidung mit den Kajaks nach Italien zu fahren.

Anpaddeln auf der Attel

Am Samstag fand traditionell unser Anpaddeln auf der Attel statt. Bei 6°C und kaltem Ostwind fanden sich dieses Jahr nur 6 tapfere Paddler (5 EKC´ler und 1 Gast vom KKR) in Pfaffing am Einstieg der 5 km langen Strecke ein. Mutig stürzten sie sich in die Attel und fuhren in die Waldschlucht ein. Im Bachbett lagen sehr viele Bäume und man musste immer auf der Hut vor unerwarteten Hindernissen sein. Doch meistens konnten die Baumleichen slalomartig umfahren werden. Ein größerer Baum konnte jedoch nicht so einfach passiert werden. So wurde kurzerhand die Säge ausgepackt und ein Weg frei geschnitten. Ansonsten schlängelt sich Attel gemütlich Kurve um Kurve Richtung Zellerreit zum Ausstieg. Dieser wurde nach 1,5 Stunden erreicht. Hungrig ging es anschließend in die Wirtschaft nach Ramerberg und da gesellten sich auch weiter EKC´ler dazu, die zumindest das Essen und den Kuchen nicht verpassen wollten.

Vater- und Muttertags- (und auch alle anderen) Ausflug nach Wildalpen

Bei gutem Wetter zum verlängertem Wochenenende an Christi Himmelfahrt, fanden sich so einige Paddler im steirischen Wildalpen ein. Neben dem EKC waren noch Vereine von Burghausen, Kiefersfelden, Rosenheim, München, Salzburg und viele mehr unterwegs und so gab es teilweise auf der Salza eine nicht endend wollende Paddlerkette. Doch dank der vielen Paddelmöglichkeiten auf der verschiedenen Flüsse kam jeder voll auf seine Kosten und ein kurzzeitiger Paddlerstau war eher beeindruckend. Dank der starken Regenfälle ein paar Tage zuvor, führt die Salza einen sehr schönen Wasserstand und jeden Abend konnte der Hinterwildalpenbach mit seinen ca. 70 Stufen als Feierabendfahrt gepaddelt werden. Auch konnte eine Fahrt auf der Lassing gemacht werden. Nach dem leckeren und reichlichen Essen wie Andis rießen Fleischpflanzerl oder Kartoffelsuppe wurden die Tage mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik aufgeklungen. Und wem es zu kalt war, der konnte sich im Hot-Pool der Kajakabteilung des SV Wacker Burghausen aufwärmen.

40 Jahrfeier Eiselfinger Kajak Club am 07.07.2018

11:00       Treffpunkt an der Turnhalle in Eiselfing (Pfarrer-Möderl-Weg 1, 83549 Eiselfing) zur Materialausgabe und Bildung von Fahrgemeinschaften 12:00       Treffpunkt am Inn an der Staustufe Rott (Oberwöhrn 100, 83135 Schechen) und Umsetzen der Fahrzeuge zum Ausstieg 13:00       Beginn der Kajakfahrt auf dem Inn von der Staustufe Rott bis zur Kläranlage Wasserburg.       Möglichkeiten zum Mitpaddeln z.B. in einem 2er Kajak können gestellt werden (Anmeldung bitte unter vorstand1@kajak-eiselfing.de)       Kaffee- und Kuchen an der Staustufe Wasserburg mit Boots-Shuttle zur Einstiegsstelle nach dem Kraftwerk ab 17:00    Grillen im ehemaligen Biergarten des Gasthauses Höhensteiger (Ameranger Str. 10, 83549 Eiselfing)       Filmvorführungen ab der Gründungszeit des EKC       Fotoausstellung       Lagerfeuer       Ehrungen       Public Viewing Fußball-Weltmeisterschaft im Gasthaus
© EKC Eiselfing 2016

Vereinsschlittenfahrt

Letztes Wochenende fand unsere Vereinsschlittenfahrt bei Nacht statt. Dieses mal ging es zur Ottenalm am Walchsee. In kleineren Einzelgruppen trafen nach einer Gehzeit von etwa 45 Minuten, insgesamt 20 fleißige EKC´ler in der Berghütte ein. Zur Stärkung wurden die verschiedenen Gerichte von Brotzeitplatten bis Schnitzel durchprobiert. In gemütlicher Runde konnten dann die Ereignisse der Wintermonate ausgetauscht werden. Zu später Stunde sorgte der Hüttenwirt mit seiner Quetschn (Ziehharmonika) für einen zünftigen Abend. Um Mitternacht wappneten sich alle für die Abfahrt mit dem Schlitten. Die Stirnlampen wurden, wo nicht zu Hause vergessen, aufgesetzt und schon ging es in rasanter Fahrt Richtung Tal. In wilden Überholmanövern wurden Rennen ausgetragen und viele wollten beweisen, dass ihr Rennschlitten der schnellste ist. Nach 10 Minuten war die lustige Fahrt leider schon wieder zu Ende. Nach kurzer Wartezeit trafen auch die gemütlichen Schlittenfahrer am Parkplatz ein.
Seitennavigation

Herzlich

Willkommen

Platsch. Wieviel? - 36!

36 Kilogramm kann schon eine komplette Expeditionsausrüstung wiegen inklusive aller Paddlerkla-motten. Was es mit der 36 wirklich auf sich hat, da kommen wir noch zu. Jetzt starten wir erstmal mit einem normalen Trainingstag: Die Übungsleiterinnen, Resi und Angela, sind mit unseren Burschen und den aufgeladenen Booten gerade an der Innstaustufe angekommen. Quirin, Luca und Tobias schälen sich aus dem Auto. Da kommt gerade der Vierte im Bunde um die Ecke geschossen. Der Louis, flott von Mutti vorbeigebracht. Ein Pfiff von Resi, Jungs, ihr dürft euch umziehen. Tja, wenn das den so einfach wäre. Louis, was los? Ja …mh. Wat nu? Mutti ist gerade mit meinen Sachen abgehauen. Ist es nicht eher so, dass Du die Sachen nicht gleich mit aus dem Auto rausgenommen hast? Naja, da werden wir wohl jetzt mal sammeln gehen. Eine Spritzdecke und ein Helm finden sich. Aber eine Schwimmweste? Er bekommt heute mal meine. Was für eine Ehre! Und was für ein Riesending. Passt scho. Nun dann, es kann losgehen. Die Boote geschultert und ab ins Wasser. Fix sitzen alle im Boot. Die Zeit ist inzwischen auch vorbei, dass man den Burschen die Spritzdecke zu machen muss. Und schon geht es los, rein in die Strömung und wieder raus. Boot richtig angekantet, damit das anströmende Wasser das Boot anhebt. Wer das nicht tut, wird gleich mit einem aggressiven Wackler ob seines Fehler bedacht. Kommt es ganz heftig, dann macht es nur noch Platsch. Konterschlag, Rundschlag, tief durchziehen und flach stützen, vor allem am Stock ziehen. Man könnte den Eindruck gewinnen, es geht hier um Kampfsport. So ganz falsch ist das nicht. Übrigens, der Stock ist das Paddel. Fleißig wird geübt und es macht wirklich Platsch. Luca, da haben wir zu viel aufgekantet und den Körperschwerpunkt in ein Nirgendwo verlegt. Ist ja nicht tief. Also raus das Boot, leeren und weiter geht’s. Nun auch noch rückwärts durch die Strömung queren. Ja wozu braucht’s das denn. Ich habe hinten im Kopf doch keine Augen. Das ist der Natur egal. Die nimmt auf Euch keine Rücksicht. Könnt ihr es nicht, macht’s im ungünstigen Augenblick Platsch. Schon wieder. Nein, diesmal ist keiner reingefallen. Als Schmankerl geht es zum Schluss noch in die „voll fette“ Strömung am Durchlass vor der Insel. Da wird das gerade gelernte auf die Probe gestellt. Grinsen bei Angela und Resi, das Training war nicht umsonst. Wer will, der darf in die Strömung springen und das Wildwasserschwimmen üben. Damit das nicht böse endet, die Regel: immer Füsse voraus, Gesicht nach oben und im entscheidenden Moment kraulen. Alle nass? Nein. Macht nichts. Zeit ist‘s, wir machen Schluss. Also Boote wieder auf die Schulter und ab zu den Autos. Mei mei, Tobias taumelt dahin. Aber ich werde ein Teufel was tun und ihm das Boot tragen helfen. Wir sind hier nicht im Hotel Mama. Schnell sind alle umgezogen und die Ausrüstung verstaut. Da frage ich die Jungs, ob sie Lust haben, mich am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Ausflug auf die Tiroler Ache zu begleiten. Louis, Luca und Tobias sind dabei. Prompt kommt die Frage: Was ist da so ungewöhnlich? Nun ja, wir werden uns einer großen Gruppe aus Kiefersfelden anschließen. Und? Es ist fast das gesamte Blasorchester von Kiefersfelden, zirka 40 Leute. Ich erwarte ein Schwimmfestival in der Entenlochklamm. Die Burschen unisono: Eh, das ist ja voll cool. Da kommen wir mit. Sonntag früh, Treff am Bootsschuppen und alle Drei sind da. Derweil wir Boote aufladen und die Paddelsachen zusammen suchen, versuche ich den Burschen die Gefährlichkeit des heutigen Unternehmens zu erklären.  Wir werden Leute begleiten, die vom Paddeln und Wildwasser null Ahnung haben. Das wird oft Platsch machen und man kennt es aus der eigenen Kajakkarriere. Man macht dicke Backen. Weil sie als Bläser das aber besonders gut können, werden viele kleine Luftblasen richtige Luftlöcher im Wasser ergeben. Der unaufmerksame Kajakfahrer, der da reinfällt, verschwindet wie in einem Schwarzen Loch. Weg ist er. Die Jungs schauen mich leicht schiefen Kopf verschmitzt grinsend an. Ich glaub, die glauben mir das nicht. Na gut, war ja auch eine Geschichte von „Käpt’n Blaubär“. Angekommen in Kiefersfelden, ist schon großer Trubel an der Mündung des Kiefernbachs. Ware Massen an Anwärtern werden eingewiesen. Platsch, auf ruhigem Flachwasser. Und schon wieder Platsch. Louis schaut ungläubig: Die können ja gar nichts. Die haben ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das kannst du so nicht sagen, entgegne ich. Die offenen Kanus bereiten aber auch mir Sorgen. Angekommen am Einstieg zur Tiroler Ache unterhalb von Kössen, wird das Ausmaß erst richtig erkennbar. Das sind richtig viele Leute. Dazwischen wuseln die Ansager rum, also die Leute, die vom Paddeln etwas Ahnung haben. Es dauert schon seine Zeit, bis der Tross von geschätzt 70 Leuten los kommt. Die Jungs warten mit mir zusammen an der ersten großen Kurve, direkt am Eingang zur Schlucht. Platsch. Der erste schwimmt. Jippie, es geht los. Zählt mal die Schwimmer mit. Und Platsch, den Zweiten haut der erste Schwall aus dem Boot. Jippie-ya-yeah! Ja Jungs, jetzt ist mal Schluss mit der Schadenfreude. Jetzt dürft ihr aktiv werden. Los geht’s. Wenn ihr was schwimmen seht, einsammeln. So geht es Kurve für Kurve, Schwall um Schwall immer tiefer in die Entenlochklamm. Diese 5-Sterne Landschaft bietet genau die richtige dramatische Kulisse für dieses Schwimmfestival. So manch Schwimmer macht nicht nur dicke Backen, sondern hat auch riesengroße Augen. Als erfahrener Paddler betrachtet man das sachlich: Es handelt sich um eine hochgradige Überforderung. Keine Krankheit, eher eine durch Adrenalin vernebelte Selbsteinschätzung. Alle die paddeln können haben mit allen die nicht paddeln können alle Paddel voll zu tun. Jungs, gebt mal ein Zwischenergebnis. 22. Das ist schon ordentlich und wir haben gerade die Hälfte der Strecke hinter uns. Da passiert es. Ein offenes Kanu kentert. Aus dem vormals leichten Gefährt wird ein Frachtschiff mit mehreren hundert Kilo Wasser drin. Das treibt in der Strömung, wie ein Brückenpfeiler. Aber die Profis bringen den Kahn schnell an Land. Dort ist das Kanu dank seiner riesigen Luke genauso schnell leer, wie es vollgelaufen war. Und weiter geht’s. Platsch. 27, rufen die Jungs. Klatsch, was war das? Da hat sich doch glatt weg jemand mit dem flach aufs Wasser geschlagenen Paddel gerettet. Auch sowas gibt’s. Einen Höhepunkt bildet der letzte Schwall am Ende der Schlucht. Kurz vorm Ausstieg zerlegt es noch mal einen ganzen Schwung an Anfängern. Rasant steigt der Zähler für Kenterungen an. Angekommen am Ausstieg. Erschöpft, aber jede Menge leuchtende Augen unter den Bläsern. Meine Jungs sind heil angekommen. Und sie grinsen. Jungs: Wieviel Kenterungen waren es? 36! Dies war eine wahre Geschichte. Und was lehrt euch diese? Wenn du richtig schwimmen lernen willst, dann geh Wildwasser paddeln. Mit null Ahnung reicht auch die Tiroler Ache. Du wirst vielleicht nicht Weltmeister, aber du wirst um dein Leben kraulen. Wie ihr euch an wen wenden könnt, findet ihr alles hier auf dieser Homepage.

Kajakausflug zu den tiefen Schluchten

Italiens

Es ist Karfreitag und wir machen uns mit den Camping- und Paddelsachen auf den Weg nach Italien. Auf der Fahrt nach Süden werden ab Reit in Winkel die Schneeberge am Straßenrand immer höher und in Kitzbühl räumt ein Schneepflug vor uns die Straßen. Auch schauen uns die Skifahrer, die an der Bushaltestelle stehen und auf den Skibus warten, etwas skeptisch an, als wir mit den Kajaks auf dem Autodach an ihnen vorbei fahren. Spätestens am Felbertauern wo tiefster Winter herrscht, keimen ersten Zweifel auf, ob wir nicht lieber Ski statt Kajaks einpacken hätten sollen. Doch sobald wir den Hengstbergsattel überquert haben und wir im Piave-Tal angekommen sind, sind die restlichen Schneemassen verschwunden. Als wir am vereinbarten Treffpunkt am Einstieg der Piave aus dem Auto steigen empfangen uns angenehme Temperaturen von 15°C und mit Begeisterung lassen wir die Boote zu Wasser. Nach 14 Paddelkilometern erreichen wir beeindruckt von der wunderschönen Landschaft den Ausstieg und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Am nächsten Tag geht es an Cordevole. Als wir das Tal der Cordevole erreichen, finden wir ein ca. 80 m breites Flussbett doch die Wassermenge reicht höchstens zum Händewaschen. Wir fahren weiter flussaufwärts und hoffen, dass oberhalb des Kraftwerks genügend Wasser fließt. Wir haben Glück und schon bald befinden wir uns mit unseren Booten inmitten eines schönen Naturslaloms mit glasklarem Wasser und runden Steinen. Spannend wird es als wir eine Klamm erreichen, in der einige schwerere Wildwasserstellen auf uns warten. Nach einer Besichtigung und der Auswahl geeigneter Linien fahren wir die Stellen und schon bald erreichen wir den Klammausgang und somit den Ausstieg. Für Ostersonntag haben wir uns eine ganz besondere Kajakfahrt ausgesucht. Wir wollen die Mae-Schlucht paddeln. Beschreibungen wie „das Schönste und zugleich Bedrückendste was je auf einem Fluss gesehen wurde“, „die Schlucht ist sehr tief und sehr imposant“ oder „die Stimmung da unten muss man erlebt haben“ lassen uns voller Vorfreude bei strahlendem Sonnenschein aufbrechen. Als wir den Zustieg erreichen und wir von der Hängebrücke in die tief unter uns liegende, enge Schlucht blicken, sind sich einige nicht mehr sicher, ob sie mitpaddeln wollen. Klar ist, wenn wir erst einmal in der Schlucht sind, gibt es kein Zurück mehr und durch die senkrechten Felswände gibt es nur den Wasserweg aus der engen Klamm. Nach einer kurzen Besprechung beschließen wir alle gemeinsam zu dem Abenteuer Mae-Schlucht aufzubrechen. Mit vereinten Kräften seilen wir die Kajaks in die Schlucht ab und klettern die 150 Höhenmeter hinterher. Als wir nach 1,5 Stunden das Bachbett erreichen, steigen wir etwas nervös in die Kajaks. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur ersten unfahrbaren Stelle. Die engen Durchfahrten eines Felssturzes sind mit Baumstämmen versperrt. Indem wir eine Kette bilden, reichen wir die Boote und Paddel über die Hindernisse und können nach dieser Stelle weiterpaddeln. Doch nach wenigen Kurven naht die nächste unfahrbare Stelle. Eine ca. 2 m hohe Stufe mit starkem Rücklauf müssen wir mit vereinten Kräften umheben. Danach wird die Strömung etwas ruhiger und wir können die beeindruckenden Felswände begutachten. Überwältigt von der teilweise keine zwei Meter breite Klamm, paddeln wir weiter. Unzählige kleine Wasserfälle stürzen auf uns herab und durch die überhängenden Felsen ist es zum Teil fast dunkel. Nach mehreren Stunden staunendem Paddeln durch die Schlucht erreichen wir überglücklich den Ausstieg. Noch am Abend am Lagerfeuer wird über die atemberaubende Mae Befahrung diskutiert. Am nächsten Tag müssen wir uns leider schon wieder auf den Heimweg machen, nicht ohne auf dem Rückweg die Obere Piave zu paddeln. Nahe der Schneegrenze steigen wir bei schönem Wetter aber kühlen Temperaturen in die Kajaks ein. Trotz des kalten Windes genießen wir die kurze Fahrt durch die wilden Katarakte. Auf dem Weg nach Hause kommen wir wieder an den wartenden Skifahrern und den schneebedeckten Bergen vorbei, müssen bei Schneesturm und rutschiger Fahrbahn den Pass Thurn überwinden und mit eiskalten Fingern Zuhause die Boote vom Dach laden. Doch wir sind uns alle einig, es war die Richtige Entscheidung mit den Kajaks nach Italien zu fahren.

Sicherheitstraining

Beim Wildwasserpaddeln ist man meistens auf schnellfließenden Flüssen mit starker Strömung unterwegs. Kommt es zu einer Kenterung ist es wichtig Schwimmer und Material schnellstmöglich aus dem Wasser zu ziehen um Unterkühlungen, Verletzung durch Steinkollisionen oder Verlust des Materials zu vermeiden. Doch wie wird ein Schwimmer gerettet ohne sich selbst in größere Gefahr zu bringen? Um diese und auch viele andere Fragen zu klären wurde durch die Kajakabteilung des TSV Eiselfing ein professionelles Sicherheitstraining, mit Unterstützung der Kanuschule Kitzalp, für interessierte Vereinsmitglieder Mitte Mai durchgeführt. Doch nicht nur spezielle Sicherungs- und Rettungstechniken sind wichtig im Wildwasser, vor allem ist ein gute Ausrüstung entscheiden. Um das Sicherheitsbewusstsein bzgl. des Materials zu schärfen, begann das Sicherheitstraining mit einer Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Dabei wurde sowohl das Material am Paddler wie etwa Schwimmweste und Helm, als auch die Ausrüstungsgegenstände die immer im Boot mitgeführt werden sollten, wie z.B. Erste-Hilfe-Set, angesprochen. Nach der Einweisung an Land folgte der praktische Teil des Trainings. Zum Einen wurde der Umgang mit Seilen, Knoten, Umlenkrollen, etc. zur Bergung von verklemmten Personen oder Booten geübt. Um einen Flaschenzug aufbauen zu können werden nicht viele Knoten benötigt. Die entscheidenden Handgriffe müssen aber im Ernstfall sitzen. So wurden fleißig der Achterknoten und der Mastwurf geknotet und mehrere Flaschenzüge aufgebaut. Als krönender Abschluss wurde ein in der Strömung verkeilter Baumstamm durch Teamarbeit und einem Flaschenzug an Land gezogen. Zum Anderen wurde alles rund um das Wildwasserschwimmen und der Rettung von Schwimmern geübt. Hierbei ist es wichtig, dass sowohl der Schwimmer, als auch der oder die Retter sich richtig verhalten. Im Wildwasser wird üblicherweise eine Position des Rückenschwimmens mit den Füssen flussabwärts gewählt, da hierbei Hindernisse besser gesehen werden können und ein Zusammenstoß mit einem Stein mit den Beinen abgedämpft werden kann. Um dies zu Üben, durfte sich jeder Teilnehmer in die Fluten der Saalach stürzen. Für den Retter ist das wichtigste Utensil der Wurfsack. Dies ist ein Sack in dem ca. 20 m Seil gestopft sind und durch verschiedene Wurfteckniken wickelt sich das Seil ab und ein Schwimmer kann mit dem Seil an Land gezogen werden. Damit ein Schwimmer, der sich durch die Strömung fortlaufend weiterbewegt, auch sicher mit dem Wurfsack getroffen wird, ist regelmäßiges Training erforderlich. Neben dem Wurfsackwerfen wurde die Springersicherung geübt. Hierbei springt ein angeseilter Paddler in den Fluss um Schwimmer und / oder Material zu fassen und dann von den Kollegen mit dem Seil ans sichere Ufer zu ziehen. Bei allen Sicherungs-, Rettung- und Bergungstechniken ist es wichtig, dass diese immer geübt werden, damit im entscheidenden Moment schnell geholfen werden kann. Aus diesem Grund wird von der Kajakabteilung regelmäßig ein Sicherheitstraining angeboten, bei dem die Beteiligung immer sehr hoch ist. Als Abschluss des sehr erfolgreichen Sicherheitstrainings folgte eine gemeinsame Kajakfahrt auf der Slalomstrecke der Saalach, bei der zum Glück keine Rettungstechniken benötigt wurden.

Anpaddeln auf der Attel

Am Samstag fand traditionell unser Anpaddeln auf der Attel statt. Bei 6°C und kaltem Ostwind fanden sich dieses Jahr nur 6 tapfere Paddler (5 EKC´ler und 1 Gast vom KKR) in Pfaffing am Einstieg der 5 km langen Strecke ein. Mutig stürzten sie sich in die Attel und fuhren in die Waldschlucht ein. Im Bachbett lagen sehr viele Bäume und man musste immer auf der Hut vor unerwarteten Hindernissen sein. Doch meistens konnten die Baumleichen slalomartig umfahren werden. Ein größerer Baum konnte jedoch nicht so einfach passiert werden. So wurde kurzerhand die Säge ausgepackt und ein Weg frei geschnitten. Ansonsten schlängelt sich Attel gemütlich Kurve um Kurve Richtung Zellerreit zum Ausstieg. Dieser wurde nach 1,5 Stunden erreicht. Hungrig ging es anschließend in die Wirtschaft nach Ramerberg und da gesellten sich auch weiter EKC´ler dazu, die zumindest das Essen und den Kuchen nicht verpassen wollten.

Vater- und Muttertags- (und auch alle anderen)

Ausflug nach Wildalpen

Bei gutem Wetter zum verlängertem Wochenenende an Christi Himmelfahrt, fanden sich so einige Paddler im steirischen Wildalpen ein. Neben dem EKC waren noch Vereine von Burghausen, Kiefersfelden, Rosenheim, München, Salzburg und viele mehr unterwegs und so gab es teilweise auf der Salza eine nicht endend wollende Paddlerkette. Doch dank der vielen Paddelmöglichkeiten auf der verschiedenen Flüsse kam jeder voll auf seine Kosten und ein kurzzeitiger Paddlerstau war eher beeindruckend. Dank der starken Regenfälle ein paar Tage zuvor, führt die Salza einen sehr schönen Wasserstand und jeden Abend konnte der Hinterwildalpenbach mit seinen ca. 70 Stufen als Feierabendfahrt gepaddelt werden. Auch konnte eine Fahrt auf der Lassing gemacht werden. Nach dem leckeren und reichlichen Essen wie Andis rießen Fleischpflanzerl oder Kartoffelsuppe wurden die Tage mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik aufgeklungen. Und wem es zu kalt war, der konnte sich im Hot-Pool der Kajakabteilung des SV Wacker Burghausen aufwärmen.