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Herzlich Willkommen

© EKC Eiselfing 2016

Vereinsschlittenfahrt

Letztes Wochenende fand unsere Vereinsschlittenfahrt bei Nacht statt. Dieses mal ging es zur Ottenalm am Walchsee. In kleineren Einzelgruppen trafen nach einer Gehzeit von etwa 45 Minuten, insgesamt 20 fleißige EKC´ler in der Berghütte ein. Zur Stärkung wurden die verschiedenen Gerichte von Brotzeitplatten bis Schnitzel durchprobiert. In gemütlicher Runde konnten dann die Ereignisse der Wintermonate ausgetauscht werden. Zu später Stunde sorgte der Hüttenwirt mit seiner Quetschn (Ziehharmonika) für einen zünftigen Abend. Um Mitternacht wappneten sich alle für die Abfahrt mit dem Schlitten. Die Stirnlampen wurden, wo nicht zu Hause vergessen, aufgesetzt und schon ging es in rasanter Fahrt Richtung Tal. In wilden Überholmanövern wurden Rennen ausgetragen und viele wollten beweisen, dass ihr Rennschlitten der schnellste ist. Nach 10 Minuten war die lustige Fahrt leider schon wieder zu Ende. Nach kurzer Wartezeit trafen auch die gemütlichen Schlittenfahrer am Parkplatz ein.

Platsch. Wieviel? - 36!

36 Kilogramm kann schon eine komplette Expeditionsausrüstung wiegen inklusive aller Paddlerkla-motten. Was es mit der 36 wirklich auf sich hat, da kommen wir noch zu. Jetzt starten wir erstmal mit einem normalen Trainingstag: Die Übungsleiterinnen, Resi und Angela, sind mit unseren Burschen und den aufgeladenen Booten gerade an der Innstaustufe angekommen. Quirin, Luca und Tobias schälen sich aus dem Auto. Da kommt gerade der Vierte im Bunde um die Ecke geschossen. Der Louis, flott von Mutti vorbeigebracht. Ein Pfiff von Resi, Jungs, ihr dürft euch umziehen. Tja, wenn das den so einfach wäre. Louis, was los? Ja …mh. Wat nu? Mutti ist gerade mit meinen Sachen abgehauen. Ist es nicht eher so, dass Du die Sachen nicht gleich mit aus dem Auto rausgenommen hast? Naja, da werden wir wohl jetzt mal sammeln gehen. Eine Spritzdecke und ein Helm finden sich. Aber eine Schwimmweste? Er bekommt heute mal meine. Was für eine Ehre! Und was für ein Riesending. Passt scho. Nun dann, es kann losgehen. Die Boote geschultert und ab ins Wasser. Fix sitzen alle im Boot. Die Zeit ist inzwischen auch vorbei, dass man den Burschen die Spritzdecke zu machen muss. Und schon geht es los, rein in die Strömung und wieder raus. Boot richtig angekantet, damit das anströmende Wasser das Boot anhebt. Wer das nicht tut, wird gleich mit einem aggressiven Wackler ob seines Fehler bedacht. Kommt es ganz heftig, dann macht es nur noch Platsch. Konterschlag, Rundschlag, tief durchziehen und flach stützen, vor allem am Stock ziehen. Man könnte den Eindruck gewinnen, es geht hier um Kampfsport. So ganz falsch ist das nicht. Übrigens, der Stock ist das Paddel. Fleißig wird geübt und es macht wirklich Platsch. Luca, da haben wir zu viel aufgekantet und den Körperschwerpunkt in ein Nirgendwo verlegt. Ist ja nicht tief. Also raus das Boot, leeren und weiter geht’s. Nun auch noch rückwärts durch die Strömung queren. Ja wozu braucht’s das denn. Ich habe hinten im Kopf doch keine Augen. Das ist der Natur egal. Die nimmt auf Euch keine Rücksicht. Könnt ihr es nicht, macht’s im ungünstigen Augenblick Platsch. Schon wieder. Nein, diesmal ist keiner reingefallen. Als Schmankerl geht es zum Schluss noch in die „voll fette“ Strömung am Durchlass vor der Insel. Da wird das gerade gelernte auf die Probe gestellt. Grinsen bei Angela und Resi, das Training war nicht umsonst. Wer will, der darf in die Strömung springen und das Wildwasserschwimmen üben. Damit das nicht böse endet, die Regel: immer Füsse voraus, Gesicht nach oben und im entscheidenden Moment kraulen. Alle nass? Nein. Macht nichts. Zeit ist‘s, wir machen Schluss. Also Boote wieder auf die Schulter und ab zu den Autos. Mei mei, Tobias taumelt dahin. Aber ich werde ein Teufel was tun und ihm das Boot tragen helfen. Wir sind hier nicht im Hotel Mama. Schnell sind alle umgezogen und die Ausrüstung verstaut. Da frage ich die Jungs, ob sie Lust haben, mich am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Ausflug auf die Tiroler Ache zu begleiten. Louis, Luca und Tobias sind dabei. Prompt kommt die Frage: Was ist da so ungewöhnlich? Nun ja, wir werden uns einer großen Gruppe aus Kiefersfelden anschließen. Und? Es ist fast das gesamte Blasorchester von Kiefersfelden, zirka 40 Leute. Ich erwarte ein Schwimmfestival in der Entenlochklamm. Die Burschen unisono: Eh, das ist ja voll cool. Da kommen wir mit. Sonntag früh, Treff am Bootsschuppen und alle Drei sind da. Derweil wir Boote aufladen und die Paddelsachen zusammen suchen, versuche ich den Burschen die Gefährlichkeit des heutigen Unternehmens zu erklären.  Wir werden Leute begleiten, die vom Paddeln und Wildwasser null Ahnung haben. Das wird oft Platsch machen und man kennt es aus der eigenen Kajakkarriere. Man macht dicke Backen. Weil sie als Bläser das aber besonders gut können, werden viele kleine Luftblasen richtige Luftlöcher im Wasser ergeben. Der unaufmerksame Kajakfahrer, der da reinfällt, verschwindet wie in einem Schwarzen Loch. Weg ist er. Die Jungs schauen mich leicht schiefen Kopf verschmitzt grinsend an. Ich glaub, die glauben mir das nicht. Na gut, war ja auch eine Geschichte von „Käpt’n Blaubär“. Angekommen in Kiefersfelden, ist schon großer Trubel an der Mündung des Kiefernbachs. Ware Massen an Anwärtern werden eingewiesen. Platsch, auf ruhigem Flachwasser. Und schon wieder Platsch. Louis schaut ungläubig: Die können ja gar nichts. Die haben ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das kannst du so nicht sagen, entgegne ich. Die offenen Kanus bereiten aber auch mir Sorgen. Angekommen am Einstieg zur Tiroler Ache unterhalb von Kössen, wird das Ausmaß erst richtig erkennbar. Das sind richtig viele Leute. Dazwischen wuseln die Ansager rum, also die Leute, die vom Paddeln etwas Ahnung haben. Es dauert schon seine Zeit, bis der Tross von geschätzt 70 Leuten los kommt. Die Jungs warten mit mir zusammen an der ersten großen Kurve, direkt am Eingang zur Schlucht. Platsch. Der erste schwimmt. Jippie, es geht los. Zählt mal die Schwimmer mit. Und Platsch, den Zweiten haut der erste Schwall aus dem Boot. Jippie-ya-yeah! Ja Jungs, jetzt ist mal Schluss mit der Schadenfreude. Jetzt dürft ihr aktiv werden. Los geht’s. Wenn ihr was schwimmen seht, einsammeln. So geht es Kurve für Kurve, Schwall um Schwall immer tiefer in die Entenlochklamm. Diese 5-Sterne Landschaft bietet genau die richtige dramatische Kulisse für dieses Schwimmfestival. So manch Schwimmer macht nicht nur dicke Backen, sondern hat auch riesengroße Augen. Als erfahrener Paddler betrachtet man das sachlich: Es handelt sich um eine hochgradige Überforderung. Keine Krankheit, eher eine durch Adrenalin vernebelte Selbsteinschätzung. Alle die paddeln können haben mit allen die nicht paddeln können alle Paddel voll zu tun. Jungs, gebt mal ein Zwischenergebnis. 22. Das ist schon ordentlich und wir haben gerade die Hälfte der Strecke hinter uns. Da passiert es. Ein offenes Kanu kentert. Aus dem vormals leichten Gefährt wird ein Frachtschiff mit mehreren hundert Kilo Wasser drin. Das treibt in der Strömung, wie ein Brückenpfeiler. Aber die Profis bringen den Kahn schnell an Land. Dort ist das Kanu dank seiner riesigen Luke genauso schnell leer, wie es vollgelaufen war. Und weiter geht’s. Platsch. 27, rufen die Jungs. Klatsch, was war das? Da hat sich doch glatt weg jemand mit dem flach aufs Wasser geschlagenen Paddel gerettet. Auch sowas gibt’s. Einen Höhepunkt bildet der letzte Schwall am Ende der Schlucht. Kurz vorm Ausstieg zerlegt es noch mal einen ganzen Schwung an Anfängern. Rasant steigt der Zähler für Kenterungen an. Angekommen am Ausstieg. Erschöpft, aber jede Menge leuchtende Augen unter den Bläsern. Meine Jungs sind heil angekommen. Und sie grinsen. Jungs: Wieviel Kenterungen waren es? 36! Dies war eine wahre Geschichte. Und was lehrt euch diese? Wenn du richtig schwimmen lernen willst, dann geh Wildwasser paddeln. Mit null Ahnung reicht auch die Tiroler Ache. Du wirst vielleicht nicht Weltmeister, aber du wirst um dein Leben kraulen. Wie ihr euch an wen wenden könnt, findet ihr alles hier auf dieser Homepage.

Sicherheitstraining

Beim Wildwasserpaddeln ist man meistens auf schnellfließenden Flüssen mit starker Strömung unterwegs. Kommt es zu einer Kenterung ist es wichtig Schwimmer und Material schnellstmöglich aus dem Wasser zu ziehen um Unterkühlungen, Verletzung durch Steinkollisionen oder Verlust des Materials zu vermeiden. Doch wie wird ein Schwimmer gerettet ohne sich selbst in größere Gefahr zu bringen? Um diese und auch viele andere Fragen zu klären wurde durch die Kajakabteilung des TSV Eiselfing ein professionelles Sicherheitstraining, mit Unterstützung der Kanuschule Kitzalp, für interessierte Vereinsmitglieder Mitte Mai durchgeführt. Doch nicht nur spezielle Sicherungs- und Rettungstechniken sind wichtig im Wildwasser, vor allem ist ein gute Ausrüstung entscheiden. Um das Sicherheitsbewusstsein bzgl. des Materials zu schärfen, begann das Sicherheitstraining mit einer Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Dabei wurde sowohl das Material am Paddler wie etwa Schwimmweste und Helm, als auch die Ausrüstungsgegenstände die immer im Boot mitgeführt werden sollten, wie z.B. Erste-Hilfe-Set, angesprochen. Nach der Einweisung an Land folgte der praktische Teil des Trainings. Zum Einen wurde der Umgang mit Seilen, Knoten, Umlenkrollen, etc. zur Bergung von verklemmten Personen oder Booten geübt. Um einen Flaschenzug aufbauen zu können werden nicht viele Knoten benötigt. Die entscheidenden Handgriffe müssen aber im Ernstfall sitzen. So wurden fleißig der Achterknoten und der Mastwurf geknotet und mehrere Flaschenzüge aufgebaut. Als krönender Abschluss wurde ein in der Strömung verkeilter Baumstamm durch Teamarbeit und einem Flaschenzug an Land gezogen. Zum Anderen wurde alles rund um das Wildwasserschwimmen und der Rettung von Schwimmern geübt. Hierbei ist es wichtig, dass sowohl der Schwimmer, als auch der oder die Retter sich richtig verhalten. Im Wildwasser wird üblicherweise eine Position des Rückenschwimmens mit den Füssen flussabwärts gewählt, da hierbei Hindernisse besser gesehen werden können und ein Zusammenstoß mit einem Stein mit den Beinen abgedämpft werden kann. Um dies zu Üben, durfte sich jeder Teilnehmer in die Fluten der Saalach stürzen. Für den Retter ist das wichtigste Utensil der Wurfsack. Dies ist ein Sack in dem ca. 20 m Seil gestopft sind und durch verschiedene Wurfteckniken wickelt sich das Seil ab und ein Schwimmer kann mit dem Seil an Land gezogen werden. Damit ein Schwimmer, der sich durch die Strömung fortlaufend weiterbewegt, auch sicher mit dem Wurfsack getroffen wird, ist regelmäßiges Training erforderlich. Neben dem Wurfsackwerfen wurde die Springersicherung geübt. Hierbei springt ein angeseilter Paddler in den Fluss um Schwimmer und / oder Material zu fassen und dann von den Kollegen mit dem Seil ans sichere Ufer zu ziehen. Bei allen Sicherungs-, Rettung- und Bergungstechniken ist es wichtig, dass diese immer geübt werden, damit im entscheidenden Moment schnell geholfen werden kann. Aus diesem Grund wird von der Kajakabteilung regelmäßig ein Sicherheitstraining angeboten, bei dem die Beteiligung immer sehr hoch ist. Als Abschluss des sehr erfolgreichen Sicherheitstrainings folgte eine gemeinsame Kajakfahrt auf der Slalomstrecke der Saalach, bei der zum Glück keine Rettungstechniken benötigt wurden.

Kajakausflug zu den tiefen Schluchten Italiens

Es ist Karfreitag und wir machen uns mit den Camping- und Paddelsachen auf den Weg nach Italien. Auf der Fahrt nach Süden werden ab Reit in Winkel die Schneeberge am Straßenrand immer höher und in Kitzbühl räumt ein Schneepflug vor uns die Straßen. Auch schauen uns die Skifahrer, die an der Bushaltestelle stehen und auf den Skibus warten, etwas skeptisch an, als wir mit den Kajaks auf dem Autodach an ihnen vorbei fahren. Spätestens am Felbertauern wo tiefster Winter herrscht, keimen ersten Zweifel auf, ob wir nicht lieber Ski statt Kajaks einpacken hätten sollen. Doch sobald wir den Hengstbergsattel überquert haben und wir im Piave-Tal angekommen sind, sind die restlichen Schneemassen verschwunden. Als wir am vereinbarten Treffpunkt am Einstieg der Piave aus dem Auto steigen empfangen uns angenehme Temperaturen von 15°C und mit Begeisterung lassen wir die Boote zu Wasser. Nach 14 Paddelkilometern erreichen wir beeindruckt von der wunderschönen Landschaft den Ausstieg und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Am nächsten Tag geht es an Cordevole. Als wir das Tal der Cordevole erreichen, finden wir ein ca. 80 m breites Flussbett doch die Wassermenge reicht höchstens zum Händewaschen. Wir fahren weiter flussaufwärts und hoffen, dass oberhalb des Kraftwerks genügend Wasser fließt. Wir haben Glück und schon bald befinden wir uns mit unseren Booten inmitten eines schönen Naturslaloms mit glasklarem Wasser und runden Steinen. Spannend wird es als wir eine Klamm erreichen, in der einige schwerere Wildwasserstellen auf uns warten. Nach einer Besichtigung und der Auswahl geeigneter Linien fahren wir die Stellen und schon bald erreichen wir den Klammausgang und somit den Ausstieg. Für Ostersonntag haben wir uns eine ganz besondere Kajakfahrt ausgesucht. Wir wollen die Mae- Schlucht paddeln. Beschreibungen wie „das Schönste und zugleich Bedrückendste was je auf einem Fluss gesehen wurde“, „die Schlucht ist sehr tief und sehr imposant“ oder „die Stimmung da unten muss man erlebt haben“ lassen uns voller Vorfreude bei strahlendem Sonnenschein aufbrechen. Als wir den Zustieg erreichen und wir von der Hängebrücke in die tief unter uns liegende, enge Schlucht blicken, sind sich einige nicht mehr sicher, ob sie mitpaddeln wollen. Klar ist, wenn wir erst einmal in der Schlucht sind, gibt es kein Zurück mehr und durch die senkrechten Felswände gibt es nur den Wasserweg aus der engen Klamm. Nach einer kurzen Besprechung beschließen wir alle gemeinsam zu dem Abenteuer Mae-Schlucht aufzubrechen. Mit vereinten Kräften seilen wir die Kajaks in die Schlucht ab und klettern die 150 Höhenmeter hinterher. Als wir nach 1,5 Stunden das Bachbett erreichen, steigen wir etwas nervös in die Kajaks. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur ersten unfahrbaren Stelle. Die engen Durchfahrten eines Felssturzes sind mit Baumstämmen versperrt. Indem wir eine Kette bilden, reichen wir die Boote und Paddel über die Hindernisse und können nach dieser Stelle weiterpaddeln. Doch nach wenigen Kurven naht die nächste unfahrbare Stelle. Eine ca. 2 m hohe Stufe mit starkem Rücklauf müssen wir mit vereinten Kräften umheben. Danach wird die Strömung etwas ruhiger und wir können die beeindruckenden Felswände begutachten. Überwältigt von der teilweise keine zwei Meter breite Klamm, paddeln wir weiter. Unzählige kleine Wasserfälle stürzen auf uns herab und durch die überhängenden Felsen ist es zum Teil fast dunkel. Nach mehreren Stunden staunendem Paddeln durch die Schlucht erreichen wir überglücklich den Ausstieg. Noch am Abend am Lagerfeuer wird über die atemberaubende Mae Befahrung diskutiert. Am nächsten Tag müssen wir uns leider schon wieder auf den Heimweg machen, nicht ohne auf dem Rückweg die Obere Piave zu paddeln. Nahe der Schneegrenze steigen wir bei schönem Wetter aber kühlen Temperaturen in die Kajaks ein. Trotz des kalten Windes genießen wir die kurze Fahrt durch die wilden Katarakte. Auf dem Weg nach Hause kommen wir wieder an den wartenden Skifahrern und den schneebedeckten Bergen vorbei, müssen bei Schneesturm und rutschiger Fahrbahn den Pass Thurn überwinden und mit eiskalten Fingern Zuhause die Boote vom Dach laden. Doch wir sind uns alle einig, es war die Richtige Entscheidung mit den Kajaks nach Italien zu fahren.

Anpaddeln auf der Attel

Am Samstag fand traditionell unser Anpaddeln auf der Attel statt. Bei 6°C und kaltem Ostwind fanden sich dieses Jahr nur 6 tapfere Paddler (5 EKC´ler und 1 Gast vom KKR) in Pfaffing am Einstieg der 5 km langen Strecke ein. Mutig stürzten sie sich in die Attel und fuhren in die Waldschlucht ein. Im Bachbett lagen sehr viele Bäume und man musste immer auf der Hut vor unerwarteten Hindernissen sein. Doch meistens konnten die Baumleichen slalomartig umfahren werden. Ein größerer Baum konnte jedoch nicht so einfach passiert werden. So wurde kurzerhand die Säge ausgepackt und ein Weg frei geschnitten. Ansonsten schlängelt sich Attel gemütlich Kurve um Kurve Richtung Zellerreit zum Ausstieg. Dieser wurde nach 1,5 Stunden erreicht. Hungrig ging es anschließend in die Wirtschaft nach Ramerberg und da gesellten sich auch weiter EKC´ler dazu, die zumindest das Essen und den Kuchen nicht verpassen wollten.

Vater- und Muttertags- (und auch alle anderen) Ausflug nach Wildalpen

Bei gutem Wetter zum verlängertem Wochenenende an Christi Himmelfahrt, fanden sich so einige Paddler im steirischen Wildalpen ein. Neben dem EKC waren noch Vereine von Burghausen, Kiefersfelden, Rosenheim, München, Salzburg und viele mehr unterwegs und so gab es teilweise auf der Salza eine nicht endend wollende Paddlerkette. Doch dank der vielen Paddelmöglichkeiten auf der verschiedenen Flüsse kam jeder voll auf seine Kosten und ein kurzzeitiger Paddlerstau war eher beeindruckend. Dank der starken Regenfälle ein paar Tage zuvor, führt die Salza einen sehr schönen Wasserstand und jeden Abend konnte der Hinterwildalpenbach mit seinen ca. 70 Stufen als Feierabendfahrt gepaddelt werden. Auch konnte eine Fahrt auf der Lassing gemacht werden. Nach dem leckeren und reichlichen Essen wie Andis rießen Fleischpflanzerl oder Kartoffelsuppe wurden die Tage mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik aufgeklungen. Und wem es zu kalt war, der konnte sich im Hot-Pool der Kajakabteilung des SV Wacker Burghausen aufwärmen.

SUPs im EKC

Der "Osterhase" war fleißig und wir haben jetzt 2 Stand-UP-Paddles Ausrüstungen im EKC. Wir haben ein NRS quiver 10.2 und NRS quiver 9.8 inkl. je 2x Finnen, Leash, Paddel, Tasche, Luftpumpe und Reperaturset, sowie eine Aufbauanleitung.

Vatertagsausflug mit den SUPs

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute am Vatertag waren wir mit den SUP’s auf der Tiroler Ache unterwegs.

Da ja leider die Grenzen noch gesperrt sind, sind wir am eigentlichen Ausstieg der Tiroler Ache in Schleching eingestiegen und sind die wunderschön landschaftlich

gelegene Strecke bis Marquartstein gefahren.

Das Wetter hat super mitgespielt, was die Fahrt entlang der schön bewachsenen Flussufer sehr angenehm machte.

Das Fahren mit den SUP´s macht wirklich großen Spaß, gerade weil man sich an das Gleichgewicht halten, Kanten und Kehrwasser fahren neu gewöhnen und

hineinfinden muss.

Das macht diese Strecke mit einigen kleinen Wellen, Strömen und guten Kehrwassern zum Üben sehr interessant und anspruchsvoll.

So machten wir auch einige „Sparifankerl“ mit den Boards um ein gutes Gefühl zu bekommen und einfach auszutesten.

Hier ist es im Vergleich zum Kajak unkomplizierter mal ins Wasser zu fallen.

Nach einer kurzweiligen ca. 2 ½ stündigen- Fahrt erreichten wir den Ausstieg nach der Brücke bei dem schönen Sandstrand in Marquartstein. 

Quirin

Mit den SUPs auf der Mangfall 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute waren wir mit den SUP’s auf der traumhaften Mangfall von Maxmühle (Weyarn) bis Westerham unterwegs, Wasser hätte etwas mehr sein können, aber es hat

grad so gereicht. Zu unserem Glück spielte auch das Wetter mit.

Nach kurzem Warmpaddeln ging es auch gleich mit der 2 Meter hohen Rutsche und ein paar kleineren Passagen los, die wir beide recht gut im Knien oder auch

stehend gemeistert haben. In der eindrucksvollen Waldschlucht der Mangfall könnte man meinen, man befindet sich irgendwo im tiefsten Urwald weit weg von

jeglicher Zivilisation. Aber der Eindruck täuscht, ein Weg führt direkt neben dem malerischen Bach entlang und man hört immer wieder die erstaunten Rufe vom

Ufer „ Uiii schau moi do‘‘ oder andere Rufe wie „ Hey cool, des wui i a moi macha‘‘.

Nach dem etwas ruhigeren Teil in der Waldschlucht wird es wieder sportlich mit einem Slalomparcour, höheren Wellen und Stufen. Von Stelle zu Stelle wurden wir

auf den Stand Up Paddelboards immer sicherer und mutiger. Bei dem schönen Wetter machte es uns nichts aus, mal Baden zu gehen, ganz im Gegenteil.

Nach fast 3 Stunden genussvollem, landschaftlich wie Wildwasser schönstem SUP’en, sind wir am Ausstieg mit einigen lustigen Momenten angekommen, obwohl

wir die Strecke schon oft mit unseren Kajaks befahren sind und sehr gut kennen, ist es eine neue Herausforderung für uns gewesen.

Johannes

Jugendcamp 2020 

Bericht Kajakjugendcamp 25.07. – 01.08.2020 in Landeck

Mit dabei: Angela, Resi, Andi, Lukas, Quirin

Samstag:

Treffpunkt für das diesjährige Jugendcamp war um 10 Uhr bei der Kajakgarage in Eiselfing.

Erstmals seit 2015 hieß unser Zielort nicht Soca, sondern Landeck. Wir freuten uns alle schon endlich wieder ins Boot zu steigen.

Auch dass wir dieses Jahr das Camp an einem anderen Ort hatten, freute besonders Lukas und mich, denn so konnten wir die ganze Woche über für uns einige

Erstbefahrungen paddeln.

Zum Paddeln stand für den heutigen ersten Tag die Brandenberger Ache in Kramsach an, die genau auf unserem Weg nach Landeck liegt.

Zuerst fuhren wir den unteren Abschnitt Saugraben bis Mariathal. Als zweite Etappe fuhren wir Flussaufwärts und paddelten die Pinegger Strecke mit der

landschaftlich wunderbaren Klamm.

Nach dem Paddeln fuhren wir hoch zum Kaiserhaus und wanderten durch die Kaiserklamm.

Da das fürs Abendessen eigentlich vorgesehene Wirtshaus Kaiserhaus bereits geschlossen hatte, entschieden wir uns wieder bis zum Ausstieg der Saugrabenstrecke

nach Mariathal zu fahren und dort bei der Wirtschaft direkt an der Ache im Biergarten zu Essen.

Weil es für dieses Abend schon zu spät war zum Campingplatz nach Landeck zu fahren, übernachteten wir auf einem Wohnmobilstellplatz und Parkplatz zur Klamm

in Kundl.

Sonntag:

An diesem Morgen regnete es und auch deshalb brachen wir nach dem Frühstück in Resi´s Wohnwagen zügig auf, um nach Innsbruck zu fahren.

Als wir dort Wasserstand und Ausstieg der heutigen Befahrung ausgekundschaftet haben, ging es über die alte Brennerstraße hoch zum Einstieg der Sill. Das Wetter

war jetzt viel besser als noch am Morgen und wir freuten uns schon auf den landschaftlich herrlich gelegenen Bachlauf der Sill. Obwohl der Wasserstand

grenzwertig war, machte das paddeln viel Spaß und war für alle eine Herausforderung :-) .

Nach dem paddeln der Sill stellten wir fest, dass es noch nicht spät war und deswegen fuhren wir die auch auf unserem Weg zum Camp liegende Imsterschlucht.

Wir paddelten den Inn mit genau richtigem Wasserstand von Imst bis Haiming.

Vom Ausstieg in Haiming aus war es nicht mehr weit bis zum Campingplatz Riffler in Landeck.

Gleich angekommen machten wir uns gleich an den Campaufbau, schließlich hatten wir von zweimal paddeln viel Hunger und wollten schnellstmöglich mit dem

Kochen beginnen. Unser Platz lag sehr schön gelegen, direkt am Ufer der Sanna und wir hatten perfekt Platz für den Wohnwagen, einem Zelt und für Andis Bus,

der am Dienstag kommen sollte.

Montag:

Am ersten Paddeltag in Landeck vom Camp aus fuhren wir nach dem Frühstück nach Tösens um dort am Inn die Tösener Strecke zu fahren.

Auch diese Strecke fuhren Lukas und ich das erste mal und es macht sehr viel Spaß den Inn bei Wuchtwasser zu befahren.

Als wir am frühen Nachmittag wieder zurück am Camp waren, fuhren Lukas und ich mit dem Bus direkt vom Campingplatz aus über das Ortszentrum von Landeck

nach Zams. Dort fuhren wir mit der Venet Bergbahn hoch bis zur Bergstation. Von dort hatten wir einen tollen Blick über das Inntal, Zams und Landeck.

Durch eine Tirol-Card, die man am Campingplatz erhält, sind öffentliche Verkehrsmittel sowie einige Eintritte und die Fahrt mit der Bergbahn für die gesamte

Urlaubswoche kostenlos. Also auch eine super Gelegenheit um nach dem Paddeln noch einen kleinen Ausflug zu starten.

Am Abend grillten wir.

Dienstag:

Heute fuhren wir die Sanna. Einstieg war am Ursprung der Sanna, wo Rosanna und Trisanna münden.

Auch heute hatten wir bestes Wetter und eine tolle Wasserfarbe bei gut fahrbarem Pegel. Die Sanna ist ein toll zu fahrender Wildwasserbach, der anspruchsvoll ist

und man gleichzeitig auch super genießen kann. Beim Ausstieg konnten wir direkt am Campingplatz anlegen und mussten nur wenige Meter zu unserem Quartier

gehen.

Aufgrund des Ausstieges direkt am Camp war es zeitlich auch wieder sehr früh. Und so fuhren wir nach einer kurzen Brotzeit wieder mit dem Auto los um zum

einen die Rosanna und zum anderen die Trisanna zu besichtigen und deren Wasserstand und mögliche Aus- und Einstiege auszukundschaften. Für die Besichtigung

der Rosanna fuhren wir Richtung Vorarlberg bis St. Anton am Arlberg. Für die Trisannna fuhren wir über See und Kapl bis kurz vor Ischgl.

Mit Andi war ausgemacht, dass er heute kommt und wir am Mittwoch einen Klettersteig gehen wollen.

Deswegen haben wir uns am Spätnachmittag in Zams getroffen um dort den Klettersteig „Galugg“ als Übung für morgen zusammen zu gehen.

Der Steig war super, 5 min zum Einstieg, anspruchsvolle Schwierigkeit aber nicht schwer und toller Blick über Zams bis nach Landeck. Wir alle freuten uns schon

auf den eigentlichen Steig morgen.

Zum Abendessen am Camp gab es Resis legendären Spaghetti.

Mittwoch:

Heute fuhren wir nochmal die Imsterschlucht von Imst bis Haiming. Das bot sich eh an, weil wir vom Ausstieg in Haiming direkt zum Klettersteig an der

„Geierwand“ gehen konnten.

Das paddeln war super. Leicht mehr Wasser als am Sonntag und somit sehr schön schnell zu fahren.

Nach dem umziehen machten wir uns auf den Weg zum Steig. Er hatte eine wunderschöne Aussicht und wie die ganze Woche bisher, hatten wir top Wetter.

Highlights im Steig waren außerdem eine Parkbank in der Felswand und eine Seilbrücke. Über einen steilen Abstieg gings wieder zurück zum Parkplatz und dann

zum Camp. Abendessen, Cilli con Carne, 1. Klasse.

Donnerstag:

Heute stand die bereits besichtigte Trisanna auf dem Programm. Wegen einer Baustelle konnten wir nicht vom eigentlichen Einstieg starten und so setzten wir in

Kapl ein.

Wieder einmal hatten wir einen Traumtag erwischt, wo das Paddeln echt besonders Spaß macht.

Wir fuhren den „Sägewerk-Katarakt“ und kurz vorm Ausstieg den Katarakt in See.

Da heute einer der heißesten Tage war und wir noch für den Nachmittag reichlich Zeit hatten, entschlossen wir uns die „Zammer Lochputzklamm“ in Zams zu

besichtigen, die durch unsere Tirol-Card ebenso kostenfrei war. Die Wege über die Wasserfälle und an den Wänden entlang waren beeindruckend und der Nebel

der Fälle sowie ein Teilstück des Weges durch einen Bergbaustollen stellten zudem eine super „Klimaanlage“ her.

Da wir noch immer motiviert waren etwas zu unternehmen entschieden wir spontan auf dem Nachhause Weg nochmal den Galuggklettersteig zu gehen, wo wir

bereits auch schon am Dienstag waren. Diesmal war die brennende anstehende Sonne die größte Anstrengung im Steig und wir waren froh, als wir oben im

Schatten ankamen und uns Angela mit dem Auto vom Abstiegsweg abholte.

Freitag:

Am letzten vollen Tag unserer Woche, beschlossen wir nochmal die Tösenerstrecke am Inn zu paddeln und danach wieder einen Klettersteig zu gehen, da das uns

allen so großen Spaß machte und Lukas sein gestern in Landeck gekauftes neues Klettersteig-Set ausprobieren wollte.

Auch heute hatte der Inn einen Tick mehr Wasser als bei den Fahrten zuvor. So nahmen wir die ein oder andere Watschen der Wellen als angenehmen Erfrischung

hin, denn auch heute hatte es deutlich über 30 Grad.

Schon kurz vor dem Ausstieg in Prutz konnten wir die Felswand mit einer Burg erkennen, durch die unser Klettersteig gehen sollte.

Mit dem Auto konnte man bis zu dem kleine Dorf Ladis hinauffahren wo ein schöner See und die Burg Laudeck mit der Klettersteigfelswand lag.

Auch dieser Steig machte uns viel Spaß, war toll gelegen und war aufgrund der Hitze wieder sehr anstrengend.

Am letzten Abend grillten wir nochmal.

Samstag:

Heute war auch leider schon unser letzter Tag. Eigentlich war noch geplant nochmal die Sanna zu fahren oder wieder einen Klettersteig zu gehen.

Aber dann entschlossen wir uns doch gleich das Camp zusammenzupacken und etwas früher nach Hause zu fahren.

Vielen Dank für die tolle Woche, hat uns allen richtig gut gefallen ��

Quirin Stangassinger

Outdoor- und Kulturerlebnisse in Zeiten von Corona 

Nicht nur die Befahrung von schwerem Wildwasser ist ein Ziel des EKC sondern auch Gepäckfahrten mit Lagerfeuerromantik und kulturellen Highlights.

So trafen sich 7 EKC-Mitglieder am Freitag, den 26.06.2020 im norditalienischen Belluno mit ihren schwimmenden Untersätzen.  Boote abladen, letzte Einkäufe

erledigen, Gepäck verstauen und gegen 15:00 Uhr unter den neugierigen Blicken der örtlichen Jugend schließlich ablegen. Die Piave ist technisch eher leicht, aber

dennoch kein reiner Anfängerbach. Baumleichen im Stromzug und Verzweigungen machen Aufmerksamkeit, eine sorgfältige Routenwahl und Bootsbeherrschung

notwendig. Obwohl die Piave durch ein dicht besiedeltes und hochindustrialisiertes Gebiet fließt, hat man auf dem Wasser häufig das Gefühl, weitab von allen

menschlichen Ansiedelungen unterwegs zu sein. Damit war es auch ein leichtes, auf einer Kiesbank gegen 18.00 Uhr einen geeigneten Platz für das Nachtlager zu

finden. Zelte aufbauen, etwas baden, kochen und schließlich am Lagerfeuer die Weinflasche kreisen lassen, gehört zu den Routinen einer solchen

Gepäckwanderfahrt.

Bei strahlendem Wetter stand kurz nach dem Start am nächsten Morgen die erste Herausforderung mit der Umtragung des Wehrs von Busche auf dem Programm.

Über die Deichkrone und unter den Blicken der örtlichen Carabinieri seilten wir die Boote gemeinsam ins Unterwasser. Den Erfolg feierten wir in einem nahen Cafe

mit einem Cappuccino, ehe wir die Fahrt fortsetzten. Es folgte eine landschaftlich wunderschöne Durchbruchstrecke der letzten Bergrücken der Südabdachung der

Alpen. Allerdings machte sich jetzt die Ableitung von Wasser am letzten Wehr unangenehm bemerkbar. Ab und zu war Aussteigen angesagt, um die Boote über

Stellen mit flachem Wasser zu treideln. Am späteren Nachmittag war die Umtragung des Wehres von Fener nochmal eine schweißtreibende Angelegenheit, die

gemeinsames Anpacken notwendig machte. Leider sind die Wehre an der Piave alles andere als paddlerfreundlich gestaltet und verlangen unerquickliche

Tragepassagen. Dafür kam das im Oberlauf abgezweigte Wasser wieder hinzu und so ging die Fahrt flott weiter ehe wir wieder mit einem schönen Lageplatz

belohnt wurden. Abendroutine wie gehabt: Zelt aufbauen, baden, kochen, Lagerfeuer, Weinflasche...!

Am nächsten Morgen, es war wieder strahlender Sonnenschein, waren die Boote schnell beladen und es ging weiter flussab. Die Piave lässt zunehmend die Berge

hinter sich und tritt in die norditalienische Tiefebene. Immer wieder passierten wir jetzt Badende, die an diesem heißen Sommersonntag in den kühlen und klaren

Fluten der Piave Abkühlung und Entspannung suchten. Nochmal für Spannung sorgte eine kleine, sich über die gesamte Flussbreite erstreckende Stufe.

Insbesondere die Besatzungen der empfindlicheren Boote suchten hektisch nach der besten Durchfahrt, um ihre schwer beladenen Gefährte unbeschädigt hindurch

zu manövrieren. Dagegen beim Wehr von Battaglia war die Suche nach einer Durchfahrt ergebnislos. Also wieder, Entladen und über Felsen umtragen bei größter

Mittagshitze. Eine schweißtreibende Aufgabe. Mittlerweile in der Ebene angekommen, zeigten sich jetzt mehr und mehr Anzeichen von Besiedelungen, wie Häuser

und Brücken. Unter einer solchen war nochmals ein Blockwurfwehr zu überwinden, ehe wir die abendliche Suche nach einem geeigneten Lagerplatz beginnen

konnten. Die Wahl fiel auf ein schönes kiesiges Hochufer mit guter Aussicht und Platz für vier Zelte. Abendroutine mit Lagerfeuer und vermutlich auch mit

Weinflasche.

Der nächste Morgen brachte eine Piave, die jetzt schon deutlich träger in ihrem breiten Bett durch die Ebene mäanderte. Dichte Wälder an den Rändern ließen

ein Gefühl von südamerikanischem Dschungel aufkommen. In Ponte di Piave trennte sich die Gruppe. Der größere Teil trat mit dem nachgeholten PKW die

Rückreise an und zwei wackere Streiter setzten die Fahrt in einem Faltboot mit dem Ziel Venedig fort.

Ab hier floss die Piave durch dichte Auwälder mit kaum noch wahrnehmbarer Strömung. Nach einer Rast in Noventa di Piave setzten wir die Fahrt zur Schleuse

Intestadura fort, wo wir in das Flussbett des Piave Vecchia wechselten. Müde von der mittlerweile notwendigen Paddelei beschlossen wir auf dem aufgegebenen

Schleusengelände unsere Zelte aufzuschlagen und die Nacht zu verbringen. Die Abendroutine wich insofern ab, als dass wir das Abendessen in einer nahen Osteria

einnahmen und die Wein- durch eine (möglicherweise auch mehrere) Bierflasche(n) ersetzten.

Wieder näher an der Zivilisation war die Nacht durch Verkehrslärm gestört. Morgens folgten wir dem weiteren Verlauf des Piave Vecchia durch landwirtschaftlich

genutzte Felder und kleine Ortschaften bis zur Mündung in den Fiume Sile. Hier paddelten wir in brütender Hitze bis nach Jesolo, wo wir eine Mittagsrast

einlegten, um uns die Beine zu vertreten und mit Kaffee und Sandwich zu stärken. Jesolo, sonst ein Inbegriff des Massen-Badetourismus, machte einen eher

ruhigen Eindruck auf uns. Ab hier nahmen wir dann den letzten Abschnitt nach Venedig unter den Kiel. Vorbei an zahlreichen Hebenetzen zum Fischfang erreichten

wir kurz vor der Mündung in die Adria die Schleuse zum Canale Casson, welcher eine Verbindung in die Lagune von Venedig herstellt. Am Schleusentor waren

diverse Telefonnummern zum Anmelden angeschrieben, jedoch scheiterte jede Kontaktaufnahme. Plötzlich öffneten sich wie von Geisterhand die Tore und ein

Motorboot verließ die Schleuse. Trotz roter Ampel fuhren wir in die Schleusenkammer, darauf hoffend, dass uns schon jemand Wohlwollendes über die zahlreichen

angebrachten Überwachungskameras beobachten werde. Tatsächlich schloss sich das Tor hinter uns. Auf letzter Sekunde schiffte auch noch ein Schwan ein. Es sah

aus, als wenn er der Vollprofi beim Schleusen ist. Nach kurzer Zeit des Pegelausgleichs öffnete sich das Ausfahrtstor und entließ uns in den Canale Casson. Was

folgte, waren lange Stunden des Paddelns in der Lagune von Venedig mit dem Ziel Punta Sabbioni. Die einsetzende Flut machte sich bemerkbar und erschwerte

unser Vorwärtskommen genauso, wie Wellenschlag von den jetzt zahlreichen Motorbooten. Verlässt man die Fahrtrinne um nur wenige Meter, bleibt man selbst mit

einem Faltboot im Schlick stecken. Wir hatten Ebbe. Nach einem langen Paddeltag kamen wir erschöpft in Punta Sabbioni an und setzten unser Boot in einer

Baustelle am nahen Campingplatz aus. Einige wichtig tuende Bauleiter ließen ihren Ärger darüber erkennen und drohten mit der Polizei. Diese Baustelle gehört

zum MOSE-Projekt, welche Venedig vor Hochwasser schützen soll. Ganz schnell verließen wir das Gelände und quartierten uns im nahen Campingplatz ein. Nach

einer erfrischenden Dusche ging es mit der Fähre noch zum Markusplatz, der uns mit beeindruckender Leere empfing. Kein Kreuzfahrtschiff weit und breit. So

erlebten wir ein Venedig, wie es in den letzten Jahrzehnten nur selten zu erleben war.

Während ich am nächsten Tag die Rückreise antrat, verbrachte mein Mitstreiter Kasi noch zwei weitere Nächte in Venedig und lief schließlich auf eigenem Kiel den

Bahnhof Santa Lucia in Venedig an. Dort baute er sein Faltboot ab, durfte sich auch noch freundlich mit der Wasserpolizei unterhalten und trat schließlich die

Heimreise mit dem fast leeren Nachtzug an.

Fazit: Eine gelungene, coole Tour die sehr abwechslungsreich war. Start in den Bergen von Belluno, Durchbruch durch die letzten Höhenrücken, Eintritt in die

norditalienische Tiefebene, durch verschlungene Wasserwege in die Lagune von Venedig und als krönendes Highlight ein menschenleeres Venedig.

Von Belluno bis Ponte de Piave waren es 105 Paddelkilometer (Fahrtdauer von Freitagnachmittag bis Montagmittag) und weiter bis Venedig dann noch ca. 40km (2

Tage).

Danke an die Mitpaddler und an Sigi für die hervorragende Organisation.

Und wenn Kasi es mit dem Videoschnitt schafft, dann kann man im November beim Filmabend der Kajakabteilung die ganze Tour in Farbe und Ton nochmal

miterleben.

Thomas Götz

© EKC Eiselfing 2016

Vereinsschlittenfahrt

Letztes Wochenende fand unsere Vereinsschlittenfahrt bei Nacht statt. Dieses mal ging es zur Ottenalm am Walchsee. In kleineren Einzelgruppen trafen nach einer Gehzeit von etwa 45 Minuten, insgesamt 20 fleißige EKC´ler in der Berghütte ein. Zur Stärkung wurden die verschiedenen Gerichte von Brotzeitplatten bis Schnitzel durchprobiert. In gemütlicher Runde konnten dann die Ereignisse der Wintermonate ausgetauscht werden. Zu später Stunde sorgte der Hüttenwirt mit seiner Quetschn (Ziehharmonika) für einen zünftigen Abend. Um Mitternacht wappneten sich alle für die Abfahrt mit dem Schlitten. Die Stirnlampen wurden, wo nicht zu Hause vergessen, aufgesetzt und schon ging es in rasanter Fahrt Richtung Tal. In wilden Überholmanövern wurden Rennen ausgetragen und viele wollten beweisen, dass ihr Rennschlitten der schnellste ist. Nach 10 Minuten war die lustige Fahrt leider schon wieder zu Ende. Nach kurzer Wartezeit trafen auch die gemütlichen Schlittenfahrer am Parkplatz ein.
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Herzlich

Willkommen

Platsch. Wieviel? - 36!

36 Kilogramm kann schon eine komplette Expeditionsausrüstung wiegen inklusive aller Paddlerkla-motten. Was es mit der 36 wirklich auf sich hat, da kommen wir noch zu. Jetzt starten wir erstmal mit einem normalen Trainingstag: Die Übungsleiterinnen, Resi und Angela, sind mit unseren Burschen und den aufgeladenen Booten gerade an der Innstaustufe angekommen. Quirin, Luca und Tobias schälen sich aus dem Auto. Da kommt gerade der Vierte im Bunde um die Ecke geschossen. Der Louis, flott von Mutti vorbeigebracht. Ein Pfiff von Resi, Jungs, ihr dürft euch umziehen. Tja, wenn das den so einfach wäre. Louis, was los? Ja …mh. Wat nu? Mutti ist gerade mit meinen Sachen abgehauen. Ist es nicht eher so, dass Du die Sachen nicht gleich mit aus dem Auto rausgenommen hast? Naja, da werden wir wohl jetzt mal sammeln gehen. Eine Spritzdecke und ein Helm finden sich. Aber eine Schwimmweste? Er bekommt heute mal meine. Was für eine Ehre! Und was für ein Riesending. Passt scho. Nun dann, es kann losgehen. Die Boote geschultert und ab ins Wasser. Fix sitzen alle im Boot. Die Zeit ist inzwischen auch vorbei, dass man den Burschen die Spritzdecke zu machen muss. Und schon geht es los, rein in die Strömung und wieder raus. Boot richtig angekantet, damit das anströmende Wasser das Boot anhebt. Wer das nicht tut, wird gleich mit einem aggressiven Wackler ob seines Fehler bedacht. Kommt es ganz heftig, dann macht es nur noch Platsch. Konterschlag, Rundschlag, tief durchziehen und flach stützen, vor allem am Stock ziehen. Man könnte den Eindruck gewinnen, es geht hier um Kampfsport. So ganz falsch ist das nicht. Übrigens, der Stock ist das Paddel. Fleißig wird geübt und es macht wirklich Platsch. Luca, da haben wir zu viel aufgekantet und den Körperschwerpunkt in ein Nirgendwo verlegt. Ist ja nicht tief. Also raus das Boot, leeren und weiter geht’s. Nun auch noch rückwärts durch die Strömung queren. Ja wozu braucht’s das denn. Ich habe hinten im Kopf doch keine Augen. Das ist der Natur egal. Die nimmt auf Euch keine Rücksicht. Könnt ihr es nicht, macht’s im ungünstigen Augenblick Platsch. Schon wieder. Nein, diesmal ist keiner reingefallen. Als Schmankerl geht es zum Schluss noch in die „voll fette“ Strömung am Durchlass vor der Insel. Da wird das gerade gelernte auf die Probe gestellt. Grinsen bei Angela und Resi, das Training war nicht umsonst. Wer will, der darf in die Strömung springen und das Wildwasserschwimmen üben. Damit das nicht böse endet, die Regel: immer Füsse voraus, Gesicht nach oben und im entscheidenden Moment kraulen. Alle nass? Nein. Macht nichts. Zeit ist‘s, wir machen Schluss. Also Boote wieder auf die Schulter und ab zu den Autos. Mei mei, Tobias taumelt dahin. Aber ich werde ein Teufel was tun und ihm das Boot tragen helfen. Wir sind hier nicht im Hotel Mama. Schnell sind alle umgezogen und die Ausrüstung verstaut. Da frage ich die Jungs, ob sie Lust haben, mich am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Ausflug auf die Tiroler Ache zu begleiten. Louis, Luca und Tobias sind dabei. Prompt kommt die Frage: Was ist da so ungewöhnlich? Nun ja, wir werden uns einer großen Gruppe aus Kiefersfelden anschließen. Und? Es ist fast das gesamte Blasorchester von Kiefersfelden, zirka 40 Leute. Ich erwarte ein Schwimmfestival in der Entenlochklamm. Die Burschen unisono: Eh, das ist ja voll cool. Da kommen wir mit. Sonntag früh, Treff am Bootsschuppen und alle Drei sind da. Derweil wir Boote aufladen und die Paddelsachen zusammen suchen, versuche ich den Burschen die Gefährlichkeit des heutigen Unternehmens zu erklären.  Wir werden Leute begleiten, die vom Paddeln und Wildwasser null Ahnung haben. Das wird oft Platsch machen und man kennt es aus der eigenen Kajakkarriere. Man macht dicke Backen. Weil sie als Bläser das aber besonders gut können, werden viele kleine Luftblasen richtige Luftlöcher im Wasser ergeben. Der unaufmerksame Kajakfahrer, der da reinfällt, verschwindet wie in einem Schwarzen Loch. Weg ist er. Die Jungs schauen mich leicht schiefen Kopf verschmitzt grinsend an. Ich glaub, die glauben mir das nicht. Na gut, war ja auch eine Geschichte von „Käpt’n Blaubär“. Angekommen in Kiefersfelden, ist schon großer Trubel an der Mündung des Kiefernbachs. Ware Massen an Anwärtern werden eingewiesen. Platsch, auf ruhigem Flachwasser. Und schon wieder Platsch. Louis schaut ungläubig: Die können ja gar nichts. Die haben ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das kannst du so nicht sagen, entgegne ich. Die offenen Kanus bereiten aber auch mir Sorgen. Angekommen am Einstieg zur Tiroler Ache unterhalb von Kössen, wird das Ausmaß erst richtig erkennbar. Das sind richtig viele Leute. Dazwischen wuseln die Ansager rum, also die Leute, die vom Paddeln etwas Ahnung haben. Es dauert schon seine Zeit, bis der Tross von geschätzt 70 Leuten los kommt. Die Jungs warten mit mir zusammen an der ersten großen Kurve, direkt am Eingang zur Schlucht. Platsch. Der erste schwimmt. Jippie, es geht los. Zählt mal die Schwimmer mit. Und Platsch, den Zweiten haut der erste Schwall aus dem Boot. Jippie-ya- yeah! Ja Jungs, jetzt ist mal Schluss mit der Schadenfreude. Jetzt dürft ihr aktiv werden. Los geht’s. Wenn ihr was schwimmen seht, einsammeln. So geht es Kurve für Kurve, Schwall um Schwall immer tiefer in die Entenlochklamm. Diese 5-Sterne Landschaft bietet genau die richtige dramatische Kulisse für dieses Schwimmfestival. So manch Schwimmer macht nicht nur dicke Backen, sondern hat auch riesengroße Augen. Als erfahrener Paddler betrachtet man das sachlich: Es handelt sich um eine hochgradige Überforderung. Keine Krankheit, eher eine durch Adrenalin vernebelte Selbsteinschätzung. Alle die paddeln können haben mit allen die nicht paddeln können alle Paddel voll zu tun. Jungs, gebt mal ein Zwischenergebnis. 22. Das ist schon ordentlich und wir haben gerade die Hälfte der Strecke hinter uns. Da passiert es. Ein offenes Kanu kentert. Aus dem vormals leichten Gefährt wird ein Frachtschiff mit mehreren hundert Kilo Wasser drin. Das treibt in der Strömung, wie ein Brückenpfeiler. Aber die Profis bringen den Kahn schnell an Land. Dort ist das Kanu dank seiner riesigen Luke genauso schnell leer, wie es vollgelaufen war. Und weiter geht’s. Platsch. 27, rufen die Jungs. Klatsch, was war das? Da hat sich doch glatt weg jemand mit dem flach aufs Wasser geschlagenen Paddel gerettet. Auch sowas gibt’s. Einen Höhepunkt bildet der letzte Schwall am Ende der Schlucht. Kurz vorm Ausstieg zerlegt es noch mal einen ganzen Schwung an Anfängern. Rasant steigt der Zähler für Kenterungen an. Angekommen am Ausstieg. Erschöpft, aber jede Menge leuchtende Augen unter den Bläsern. Meine Jungs sind heil angekommen. Und sie grinsen. Jungs: Wieviel Kenterungen waren es? 36! Dies war eine wahre Geschichte. Und was lehrt euch diese? Wenn du richtig schwimmen lernen willst, dann geh Wildwasser paddeln. Mit null Ahnung reicht auch die Tiroler Ache. Du wirst vielleicht nicht Weltmeister, aber du wirst um dein Leben kraulen. Wie ihr euch an wen wenden könnt, findet ihr alles hier auf dieser Homepage.

Kajakausflug zu den tiefen Schluchten

Italiens

Es ist Karfreitag und wir machen uns mit den Camping- und Paddelsachen auf den Weg nach Italien. Auf der Fahrt nach Süden werden ab Reit in Winkel die Schneeberge am Straßenrand immer höher und in Kitzbühl räumt ein Schneepflug vor uns die Straßen. Auch schauen uns die Skifahrer, die an der Bushaltestelle stehen und auf den Skibus warten, etwas skeptisch an, als wir mit den Kajaks auf dem Autodach an ihnen vorbei fahren. Spätestens am Felbertauern wo tiefster Winter herrscht, keimen ersten Zweifel auf, ob wir nicht lieber Ski statt Kajaks einpacken hätten sollen. Doch sobald wir den Hengstbergsattel überquert haben und wir im Piave-Tal angekommen sind, sind die restlichen Schneemassen verschwunden. Als wir am vereinbarten Treffpunkt am Einstieg der Piave aus dem Auto steigen empfangen uns angenehme Temperaturen von 15°C und mit Begeisterung lassen wir die Boote zu Wasser. Nach 14 Paddelkilometern erreichen wir beeindruckt von der wunderschönen Landschaft den Ausstieg und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Am nächsten Tag geht es an Cordevole. Als wir das Tal der Cordevole erreichen, finden wir ein ca. 80 m breites Flussbett doch die Wassermenge reicht höchstens zum Händewaschen. Wir fahren weiter flussaufwärts und hoffen, dass oberhalb des Kraftwerks genügend Wasser fließt. Wir haben Glück und schon bald befinden wir uns mit unseren Booten inmitten eines schönen Naturslaloms mit glasklarem Wasser und runden Steinen. Spannend wird es als wir eine Klamm erreichen, in der einige schwerere Wildwasserstellen auf uns warten. Nach einer Besichtigung und der Auswahl geeigneter Linien fahren wir die Stellen und schon bald erreichen wir den Klammausgang und somit den Ausstieg. Für Ostersonntag haben wir uns eine ganz besondere Kajakfahrt ausgesucht. Wir wollen die Mae-Schlucht paddeln. Beschreibungen wie „das Schönste und zugleich Bedrückendste was je auf einem Fluss gesehen wurde“, „die Schlucht ist sehr tief und sehr imposant“ oder „die Stimmung da unten muss man erlebt haben“ lassen uns voller Vorfreude bei strahlendem Sonnenschein aufbrechen. Als wir den Zustieg erreichen und wir von der Hängebrücke in die tief unter uns liegende, enge Schlucht blicken, sind sich einige nicht mehr sicher, ob sie mitpaddeln wollen. Klar ist, wenn wir erst einmal in der Schlucht sind, gibt es kein Zurück mehr und durch die senkrechten Felswände gibt es nur den Wasserweg aus der engen Klamm. Nach einer kurzen Besprechung beschließen wir alle gemeinsam zu dem Abenteuer Mae-Schlucht aufzubrechen. Mit vereinten Kräften seilen wir die Kajaks in die Schlucht ab und klettern die 150 Höhenmeter hinterher. Als wir nach 1,5 Stunden das Bachbett erreichen, steigen wir etwas nervös in die Kajaks. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur ersten unfahrbaren Stelle. Die engen Durchfahrten eines Felssturzes sind mit Baumstämmen versperrt. Indem wir eine Kette bilden, reichen wir die Boote und Paddel über die Hindernisse und können nach dieser Stelle weiterpaddeln. Doch nach wenigen Kurven naht die nächste unfahrbare Stelle. Eine ca. 2 m hohe Stufe mit starkem Rücklauf müssen wir mit vereinten Kräften umheben. Danach wird die Strömung etwas ruhiger und wir können die beeindruckenden Felswände begutachten. Überwältigt von der teilweise keine zwei Meter breite Klamm, paddeln wir weiter. Unzählige kleine Wasserfälle stürzen auf uns herab und durch die überhängenden Felsen ist es zum Teil fast dunkel. Nach mehreren Stunden staunendem Paddeln durch die Schlucht erreichen wir überglücklich den Ausstieg. Noch am Abend am Lagerfeuer wird über die atemberaubende Mae Befahrung diskutiert. Am nächsten Tag müssen wir uns leider schon wieder auf den Heimweg machen, nicht ohne auf dem Rückweg die Obere Piave zu paddeln. Nahe der Schneegrenze steigen wir bei schönem Wetter aber kühlen Temperaturen in die Kajaks ein. Trotz des kalten Windes genießen wir die kurze Fahrt durch die wilden Katarakte. Auf dem Weg nach Hause kommen wir wieder an den wartenden Skifahrern und den schneebedeckten Bergen vorbei, müssen bei Schneesturm und rutschiger Fahrbahn den Pass Thurn überwinden und mit eiskalten Fingern Zuhause die Boote vom Dach laden. Doch wir sind uns alle einig, es war die Richtige Entscheidung mit den Kajaks nach Italien zu fahren.

Sicherheitstraining

Beim Wildwasserpaddeln ist man meistens auf schnellfließenden Flüssen mit starker Strömung unterwegs. Kommt es zu einer Kenterung ist es wichtig Schwimmer und Material schnellstmöglich aus dem Wasser zu ziehen um Unterkühlungen, Verletzung durch Steinkollisionen oder Verlust des Materials zu vermeiden. Doch wie wird ein Schwimmer gerettet ohne sich selbst in größere Gefahr zu bringen? Um diese und auch viele andere Fragen zu klären wurde durch die Kajakabteilung des TSV Eiselfing ein professionelles Sicherheitstraining, mit Unterstützung der Kanuschule Kitzalp, für interessierte Vereinsmitglieder Mitte Mai durchgeführt. Doch nicht nur spezielle Sicherungs- und Rettungstechniken sind wichtig im Wildwasser, vor allem ist ein gute Ausrüstung entscheiden. Um das Sicherheitsbewusstsein bzgl. des Materials zu schärfen, begann das Sicherheitstraining mit einer Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Dabei wurde sowohl das Material am Paddler wie etwa Schwimmweste und Helm, als auch die Ausrüstungsgegenstände die immer im Boot mitgeführt werden sollten, wie z.B. Erste-Hilfe-Set, angesprochen. Nach der Einweisung an Land folgte der praktische Teil des Trainings. Zum Einen wurde der Umgang mit Seilen, Knoten, Umlenkrollen, etc. zur Bergung von verklemmten Personen oder Booten geübt. Um einen Flaschenzug aufbauen zu können werden nicht viele Knoten benötigt. Die entscheidenden Handgriffe müssen aber im Ernstfall sitzen. So wurden fleißig der Achterknoten und der Mastwurf geknotet und mehrere Flaschenzüge aufgebaut. Als krönender Abschluss wurde ein in der Strömung verkeilter Baumstamm durch Teamarbeit und einem Flaschenzug an Land gezogen. Zum Anderen wurde alles rund um das Wildwasserschwimmen und der Rettung von Schwimmern geübt. Hierbei ist es wichtig, dass sowohl der Schwimmer, als auch der oder die Retter sich richtig verhalten. Im Wildwasser wird üblicherweise eine Position des Rückenschwimmens mit den Füssen flussabwärts gewählt, da hierbei Hindernisse besser gesehen werden können und ein Zusammenstoß mit einem Stein mit den Beinen abgedämpft werden kann. Um dies zu Üben, durfte sich jeder Teilnehmer in die Fluten der Saalach stürzen. Für den Retter ist das wichtigste Utensil der Wurfsack. Dies ist ein Sack in dem ca. 20 m Seil gestopft sind und durch verschiedene Wurfteckniken wickelt sich das Seil ab und ein Schwimmer kann mit dem Seil an Land gezogen werden. Damit ein Schwimmer, der sich durch die Strömung fortlaufend weiterbewegt, auch sicher mit dem Wurfsack getroffen wird, ist regelmäßiges Training erforderlich. Neben dem Wurfsackwerfen wurde die Springersicherung geübt. Hierbei springt ein angeseilter Paddler in den Fluss um Schwimmer und / oder Material zu fassen und dann von den Kollegen mit dem Seil ans sichere Ufer zu ziehen. Bei allen Sicherungs-, Rettung- und Bergungstechniken ist es wichtig, dass diese immer geübt werden, damit im entscheidenden Moment schnell geholfen werden kann. Aus diesem Grund wird von der Kajakabteilung regelmäßig ein Sicherheitstraining angeboten, bei dem die Beteiligung immer sehr hoch ist. Als Abschluss des sehr erfolgreichen Sicherheitstrainings folgte eine gemeinsame Kajakfahrt auf der Slalomstrecke der Saalach, bei der zum Glück keine Rettungstechniken benötigt wurden.

Anpaddeln auf der Attel

Am Samstag fand traditionell unser Anpaddeln auf der Attel statt. Bei 6°C und kaltem Ostwind fanden sich dieses Jahr nur 6 tapfere Paddler (5 EKC´ler und 1 Gast vom KKR) in Pfaffing am Einstieg der 5 km langen Strecke ein. Mutig stürzten sie sich in die Attel und fuhren in die Waldschlucht ein. Im Bachbett lagen sehr viele Bäume und man musste immer auf der Hut vor unerwarteten Hindernissen sein. Doch meistens konnten die Baumleichen slalomartig umfahren werden. Ein größerer Baum konnte jedoch nicht so einfach passiert werden. So wurde kurzerhand die Säge ausgepackt und ein Weg frei geschnitten. Ansonsten schlängelt sich Attel gemütlich Kurve um Kurve Richtung Zellerreit zum Ausstieg. Dieser wurde nach 1,5 Stunden erreicht. Hungrig ging es anschließend in die Wirtschaft nach Ramerberg und da gesellten sich auch weiter EKC´ler dazu, die zumindest das Essen und den Kuchen nicht verpassen wollten.

Vater- und Muttertags- (und auch alle anderen)

Ausflug nach Wildalpen

Bei gutem Wetter zum verlängertem Wochenenende an Christi Himmelfahrt, fanden sich so einige Paddler im steirischen Wildalpen ein. Neben dem EKC waren noch Vereine von Burghausen, Kiefersfelden, Rosenheim, München, Salzburg und viele mehr unterwegs und so gab es teilweise auf der Salza eine nicht endend wollende Paddlerkette. Doch dank der vielen Paddelmöglichkeiten auf der verschiedenen Flüsse kam jeder voll auf seine Kosten und ein kurzzeitiger Paddlerstau war eher beeindruckend. Dank der starken Regenfälle ein paar Tage zuvor, führt die Salza einen sehr schönen Wasserstand und jeden Abend konnte der Hinterwildalpenbach mit seinen ca. 70 Stufen als Feierabendfahrt gepaddelt werden. Auch konnte eine Fahrt auf der Lassing gemacht werden. Nach dem leckeren und reichlichen Essen wie Andis rießen Fleischpflanzerl oder Kartoffelsuppe wurden die Tage mit Lagerfeuer und Gitarrenmusik aufgeklungen. Und wem es zu kalt war, der konnte sich im Hot-Pool der Kajakabteilung des SV Wacker Burghausen aufwärmen.

SUPs im EKC

Der "Osterhase" war fleißig und wir haben jetzt 2 Stand-UP-Paddles Ausrüstungen im EKC. Wir haben ein NRS quiver 10.2 und NRS quiver 9.8 inkl. je 2x Finnen, Leash, Paddel, Tasche, Luftpumpe und Reperaturset, sowie eine Aufbauanleitung.

Vatertagsausflug mit den SUPs

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute am Vatertag waren wir mit den SUP’s auf der Tiroler Ache unterwegs.

Da ja leider die Grenzen noch gesperrt sind, sind wir am eigentlichen Ausstieg der

Tiroler Ache in Schleching eingestiegen und sind die wunderschön landschaftlich

gelegene Strecke bis Marquartstein gefahren.

Das Wetter hat super mitgespielt, was die Fahrt entlang der schön bewachsenen

Flussufer sehr angenehm machte.

Das Fahren mit den SUP´s macht wirklich großen Spaß, gerade weil man sich an

das Gleichgewicht halten, Kanten und Kehrwasser fahren neu gewöhnen und

hineinfinden muss.

Das macht diese Strecke mit einigen kleinen Wellen, Strömen und guten

Kehrwassern zum Üben sehr interessant und anspruchsvoll.

So machten wir auch einige „Sparifankerl“ mit den Boards um ein gutes Gefühl zu

bekommen und einfach auszutesten.

Hier ist es im Vergleich zum Kajak unkomplizierter mal ins Wasser zu fallen.

Nach einer kurzweiligen ca. 2 ½ stündigen- Fahrt erreichten wir den Ausstieg nach

der Brücke bei dem schönen Sandstrand in Marquartstein. 

Quirin

Mit den SUPs auf der Mangfall 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute waren wir mit den SUP’s auf der traumhaften Mangfall von Maxmühle

(Weyarn) bis Westerham unterwegs, Wasser hätte etwas mehr sein können, aber

es hat grad so gereicht. Zu unserem Glück spielte auch das Wetter mit.

Nach kurzem Warmpaddeln ging es auch gleich mit der 2 Meter hohen Rutsche

und ein paar kleineren Passagen los, die wir beide recht gut im Knien oder auch

stehend gemeistert haben. In der eindrucksvollen Waldschlucht der Mangfall

könnte man meinen, man befindet sich irgendwo im tiefsten Urwald weit weg von

jeglicher Zivilisation. Aber der Eindruck täuscht, ein Weg führt direkt neben dem

malerischen Bach entlang und man hört immer wieder die erstaunten Rufe vom

Ufer „ Uiii schau moi do‘‘ oder andere Rufe wie „ Hey cool, des wui i a moi

macha‘‘.

Nach dem etwas ruhigeren Teil in der Waldschlucht wird es wieder sportlich mit

einem Slalomparcour, höheren Wellen und Stufen. Von Stelle zu Stelle wurden wir

auf den Stand Up Paddelboards immer sicherer und mutiger. Bei dem schönen

Wetter machte es uns nichts aus, mal Baden zu gehen, ganz im Gegenteil.

Nach fast 3 Stunden genussvollem, landschaftlich wie Wildwasser schönstem

SUP’en, sind wir am Ausstieg mit einigen lustigen Momenten angekommen,

obwohl wir die Strecke schon oft mit unseren Kajaks befahren sind und sehr gut

kennen, ist es eine neue Herausforderung für uns gewesen.

Johannes

Jugendcamp 2020 

Bericht Kajakjugendcamp 25.07. – 01.08.2020 in Landeck

Mit dabei: Angela, Resi, Andi, Lukas, Quirin

Samstag:

Treffpunkt für das diesjährige Jugendcamp war um 10 Uhr bei der Kajakgarage

in Eiselfing.

Erstmals seit 2015 hieß unser Zielort nicht Soca, sondern Landeck. Wir freuten

uns alle schon endlich wieder ins Boot zu steigen.

Auch dass wir dieses Jahr das Camp an einem anderen Ort hatten, freute

besonders Lukas und mich, denn so konnten wir die ganze Woche über für uns

einige Erstbefahrungen paddeln.

Zum Paddeln stand für den heutigen ersten Tag die Brandenberger Ache in

Kramsach an, die genau auf unserem Weg nach Landeck liegt.

Zuerst fuhren wir den unteren Abschnitt Saugraben bis Mariathal. Als zweite

Etappe fuhren wir Flussaufwärts und paddelten die Pinegger Strecke mit der

landschaftlich wunderbaren Klamm.

Nach dem Paddeln fuhren wir hoch zum Kaiserhaus und wanderten durch die

Kaiserklamm.

Da das fürs Abendessen eigentlich vorgesehene Wirtshaus Kaiserhaus bereits

geschlossen hatte, entschieden wir uns wieder bis zum Ausstieg der

Saugrabenstrecke nach Mariathal zu fahren und dort bei der Wirtschaft direkt

an der Ache im Biergarten zu Essen.

Weil es für dieses Abend schon zu spät war zum Campingplatz nach Landeck zu

fahren, übernachteten wir auf einem Wohnmobilstellplatz und Parkplatz zur

Klamm in Kundl.

Sonntag:

An diesem Morgen regnete es und auch deshalb brachen wir nach dem

Frühstück in Resi´s Wohnwagen zügig auf, um nach Innsbruck zu fahren.

Als wir dort Wasserstand und Ausstieg der heutigen Befahrung

ausgekundschaftet haben, ging es über die alte Brennerstraße hoch zum

Einstieg der Sill. Das Wetter war jetzt viel besser als noch am Morgen und wir

freuten uns schon auf den landschaftlich herrlich gelegenen Bachlauf der Sill.

Obwohl der Wasserstand grenzwertig war, machte das paddeln viel Spaß und

war für alle eine Herausforderung :-) .

Nach dem paddeln der Sill stellten wir fest, dass es noch nicht spät war und

deswegen fuhren wir die auch auf unserem Weg zum Camp liegende

Imsterschlucht. Wir paddelten den Inn mit genau richtigem Wasserstand von

Imst bis Haiming.

Vom Ausstieg in Haiming aus war es nicht mehr weit bis zum Campingplatz

Riffler in Landeck.

Gleich angekommen machten wir uns gleich an den Campaufbau, schließlich

hatten wir von zweimal paddeln viel Hunger und wollten schnellstmöglich mit

dem Kochen beginnen. Unser Platz lag sehr schön gelegen, direkt am Ufer der

Sanna und wir hatten perfekt Platz für den Wohnwagen, einem Zelt und für

Andis Bus, der am Dienstag kommen sollte.

Montag:

Am ersten Paddeltag in Landeck vom Camp aus fuhren wir nach dem Frühstück

nach Tösens um dort am Inn die Tösener Strecke zu fahren.

Auch diese Strecke fuhren Lukas und ich das erste mal und es macht sehr viel

Spaß den Inn bei Wuchtwasser zu befahren.

Als wir am frühen Nachmittag wieder zurück am Camp waren, fuhren Lukas

und ich mit dem Bus direkt vom Campingplatz aus über das Ortszentrum von

Landeck nach Zams. Dort fuhren wir mit der Venet Bergbahn hoch bis zur

Bergstation. Von dort hatten wir einen tollen Blick über das Inntal, Zams und

Landeck.

Durch eine Tirol-Card, die man am Campingplatz erhält, sind öffentliche

Verkehrsmittel sowie einige Eintritte und die Fahrt mit der Bergbahn für die

gesamte Urlaubswoche kostenlos. Also auch eine super Gelegenheit um nach

dem Paddeln noch einen kleinen Ausflug zu starten.

Am Abend grillten wir.

Dienstag:

Heute fuhren wir die Sanna. Einstieg war am Ursprung der Sanna, wo Rosanna

und Trisanna münden.

Auch heute hatten wir bestes Wetter und eine tolle Wasserfarbe bei gut

fahrbarem Pegel. Die Sanna ist ein toll zu fahrender Wildwasserbach, der

anspruchsvoll ist und man gleichzeitig auch super genießen kann. Beim

Ausstieg konnten wir direkt am Campingplatz anlegen und mussten nur wenige

Meter zu unserem Quartier gehen.

Aufgrund des Ausstieges direkt am Camp war es zeitlich auch wieder sehr früh.

Und so fuhren wir nach einer kurzen Brotzeit wieder mit dem Auto los um zum

einen die Rosanna und zum anderen die Trisanna zu besichtigen und deren

Wasserstand und mögliche Aus- und Einstiege auszukundschaften. Für die

Besichtigung der Rosanna fuhren wir Richtung Vorarlberg bis St. Anton am

Arlberg. Für die Trisannna fuhren wir über See und Kapl bis kurz vor Ischgl.

Mit Andi war ausgemacht, dass er heute kommt und wir am Mittwoch einen

Klettersteig gehen wollen.

Deswegen haben wir uns am Spätnachmittag in Zams getroffen um dort den

Klettersteig „Galugg“ als Übung für morgen zusammen zu gehen.

Der Steig war super, 5 min zum Einstieg, anspruchsvolle Schwierigkeit aber

nicht schwer und toller Blick über Zams bis nach Landeck. Wir alle freuten uns

schon auf den eigentlichen Steig morgen.

Zum Abendessen am Camp gab es Resis legendären Spaghetti.

Mittwoch:

Heute fuhren wir nochmal die Imsterschlucht von Imst bis Haiming. Das bot

sich eh an, weil wir vom Ausstieg in Haiming direkt zum Klettersteig an der

„Geierwand“ gehen konnten.

Das paddeln war super. Leicht mehr Wasser als am Sonntag und somit sehr

schön schnell zu fahren.

Nach dem umziehen machten wir uns auf den Weg zum Steig. Er hatte eine

wunderschöne Aussicht und wie die ganze Woche bisher, hatten wir top Wetter.

Highlights im Steig waren außerdem eine Parkbank in der Felswand und eine

Seilbrücke. Über einen steilen Abstieg gings wieder zurück zum Parkplatz und

dann zum Camp. Abendessen, Cilli con Carne, 1. Klasse.

Donnerstag:

Heute stand die bereits besichtigte Trisanna auf dem Programm. Wegen einer

Baustelle konnten wir nicht vom eigentlichen Einstieg starten und so setzten

wir in Kapl ein.

Wieder einmal hatten wir einen Traumtag erwischt, wo das Paddeln echt

besonders Spaß macht.

Wir fuhren den „Sägewerk-Katarakt“ und kurz vorm Ausstieg den Katarakt in

See.

Da heute einer der heißesten Tage war und wir noch für den Nachmittag

reichlich Zeit hatten, entschlossen wir uns die „Zammer Lochputzklamm“ in

Zams zu besichtigen, die durch unsere Tirol-Card ebenso kostenfrei war. Die

Wege über die Wasserfälle und an den Wänden entlang waren beeindruckend

und der Nebel der Fälle sowie ein Teilstück des Weges durch einen

Bergbaustollen stellten zudem eine super „Klimaanlage“ her.

Da wir noch immer motiviert waren etwas zu unternehmen entschieden wir

spontan auf dem Nachhause Weg nochmal den Galuggklettersteig zu gehen, wo

wir bereits auch schon am Dienstag waren. Diesmal war die brennende

anstehende Sonne die größte Anstrengung im Steig und wir waren froh, als wir

oben im Schatten ankamen und uns Angela mit dem Auto vom Abstiegsweg

abholte.

Freitag:

Am letzten vollen Tag unserer Woche, beschlossen wir nochmal die

Tösenerstrecke am Inn zu paddeln und danach wieder einen Klettersteig zu

gehen, da das uns allen so großen Spaß machte und Lukas sein gestern in

Landeck gekauftes neues Klettersteig-Set ausprobieren wollte.

Auch heute hatte der Inn einen Tick mehr Wasser als bei den Fahrten zuvor. So

nahmen wir die ein oder andere Watschen der Wellen als angenehmen

Erfrischung hin, denn auch heute hatte es deutlich über 30 Grad.

Schon kurz vor dem Ausstieg in Prutz konnten wir die Felswand mit einer Burg

erkennen, durch die unser Klettersteig gehen sollte.

Mit dem Auto konnte man bis zu dem kleine Dorf Ladis hinauffahren wo ein

schöner See und die Burg Laudeck mit der Klettersteigfelswand lag.

Auch dieser Steig machte uns viel Spaß, war toll gelegen und war aufgrund der

Hitze wieder sehr anstrengend.

Am letzten Abend grillten wir nochmal.

Samstag:

Heute war auch leider schon unser letzter Tag. Eigentlich war noch geplant

nochmal die Sanna zu fahren oder wieder einen Klettersteig zu gehen.

Aber dann entschlossen wir uns doch gleich das Camp zusammenzupacken und

etwas früher nach Hause zu fahren.

Vielen Dank für die tolle Woche, hat uns allen richtig gut gefallen ��

Quirin Stangassinger

Outdoor- und Kulturerlebnisse in Zeiten von Corona 

Nicht nur die Befahrung von schwerem Wildwasser ist ein Ziel des EKC sondern

auch Gepäckfahrten mit Lagerfeuerromantik und kulturellen Highlights.

So trafen sich 7 EKC-Mitglieder am Freitag, den 26.06.2020 im

norditalienischen Belluno mit ihren schwimmenden Untersätzen.  Boote

abladen, letzte Einkäufe erledigen, Gepäck verstauen und gegen 15:00 Uhr

unter den neugierigen Blicken der örtlichen Jugend schließlich ablegen. Die

Piave ist technisch eher leicht, aber dennoch kein reiner Anfängerbach.

Baumleichen im Stromzug und Verzweigungen machen Aufmerksamkeit, eine

sorgfältige Routenwahl und Bootsbeherrschung notwendig. Obwohl die Piave

durch ein dicht besiedeltes und hochindustrialisiertes Gebiet fließt, hat man

auf dem Wasser häufig das Gefühl, weitab von allen menschlichen

Ansiedelungen unterwegs zu sein. Damit war es auch ein leichtes, auf einer

Kiesbank gegen 18.00 Uhr einen geeigneten Platz für das Nachtlager zu finden.

Zelte aufbauen, etwas baden, kochen und schließlich am Lagerfeuer die

Weinflasche kreisen lassen, gehört zu den Routinen einer solchen

Gepäckwanderfahrt.

Bei strahlendem Wetter stand kurz nach dem Start am nächsten Morgen die

erste Herausforderung mit der Umtragung des Wehrs von Busche auf dem

Programm. Über die Deichkrone und unter den Blicken der örtlichen

Carabinieri seilten wir die Boote gemeinsam ins Unterwasser. Den Erfolg

feierten wir in einem nahen Cafe mit einem Cappuccino, ehe wir die Fahrt

fortsetzten. Es folgte eine landschaftlich wunderschöne Durchbruchstrecke

der letzten Bergrücken der Südabdachung der Alpen. Allerdings machte sich

jetzt die Ableitung von Wasser am letzten Wehr unangenehm bemerkbar. Ab

und zu war Aussteigen angesagt, um die Boote über Stellen mit flachem

Wasser zu treideln. Am späteren Nachmittag war die Umtragung des Wehres

von Fener nochmal eine schweißtreibende Angelegenheit, die gemeinsames

Anpacken notwendig machte. Leider sind die Wehre an der Piave alles andere

als paddlerfreundlich gestaltet und verlangen unerquickliche Tragepassagen.

Dafür kam das im Oberlauf abgezweigte Wasser wieder hinzu und so ging die

Fahrt flott weiter ehe wir wieder mit einem schönen Lageplatz belohnt

wurden. Abendroutine wie gehabt: Zelt aufbauen, baden, kochen, Lagerfeuer,

Weinflasche...!

Am nächsten Morgen, es war wieder strahlender Sonnenschein, waren die

Boote schnell beladen und es ging weiter flussab. Die Piave lässt zunehmend

die Berge hinter sich und tritt in die norditalienische Tiefebene. Immer wieder

passierten wir jetzt Badende, die an diesem heißen Sommersonntag in den

kühlen und klaren Fluten der Piave Abkühlung und Entspannung suchten.

Nochmal für Spannung sorgte eine kleine, sich über die gesamte Flussbreite

erstreckende Stufe. Insbesondere die Besatzungen der empfindlicheren Boote

suchten hektisch nach der besten Durchfahrt, um ihre schwer beladenen

Gefährte unbeschädigt hindurch zu manövrieren. Dagegen beim Wehr von

Battaglia war die Suche nach einer Durchfahrt ergebnislos. Also wieder,

Entladen und über Felsen umtragen bei größter Mittagshitze. Eine

schweißtreibende Aufgabe. Mittlerweile in der Ebene angekommen, zeigten

sich jetzt mehr und mehr Anzeichen von Besiedelungen, wie Häuser und

Brücken. Unter einer solchen war nochmals ein Blockwurfwehr zu überwinden,

ehe wir die abendliche Suche nach einem geeigneten Lagerplatz beginnen

konnten. Die Wahl fiel auf ein schönes kiesiges Hochufer mit guter Aussicht

und Platz für vier Zelte. Abendroutine mit Lagerfeuer und vermutlich auch mit

Weinflasche.

Der nächste Morgen brachte eine Piave, die jetzt schon deutlich träger in

ihrem breiten Bett durch die Ebene mäanderte. Dichte Wälder an den Rändern

ließen ein Gefühl von südamerikanischem Dschungel aufkommen. In Ponte di

Piave trennte sich die Gruppe. Der größere Teil trat mit dem nachgeholten

PKW die Rückreise an und zwei wackere Streiter setzten die Fahrt in einem

Faltboot mit dem Ziel Venedig fort.

Ab hier floss die Piave durch dichte Auwälder mit kaum noch wahrnehmbarer

Strömung. Nach einer Rast in Noventa di Piave setzten wir die Fahrt zur

Schleuse Intestadura fort, wo wir in das Flussbett des Piave Vecchia

wechselten. Müde von der mittlerweile notwendigen Paddelei beschlossen wir

auf dem aufgegebenen Schleusengelände unsere Zelte aufzuschlagen und die

Nacht zu verbringen. Die Abendroutine wich insofern ab, als dass wir das

Abendessen in einer nahen Osteria einnahmen und die Wein- durch eine

(möglicherweise auch mehrere) Bierflasche(n) ersetzten.

Wieder näher an der Zivilisation war die Nacht durch Verkehrslärm gestört.

Morgens folgten wir dem weiteren Verlauf des Piave Vecchia durch

landwirtschaftlich genutzte Felder und kleine Ortschaften bis zur Mündung in

den Fiume Sile. Hier paddelten wir in brütender Hitze bis nach Jesolo, wo wir

eine Mittagsrast einlegten, um uns die Beine zu vertreten und mit Kaffee und

Sandwich zu stärken. Jesolo, sonst ein Inbegriff des Massen-Badetourismus,

machte einen eher ruhigen Eindruck auf uns. Ab hier nahmen wir dann den

letzten Abschnitt nach Venedig unter den Kiel. Vorbei an zahlreichen

Hebenetzen zum Fischfang erreichten wir kurz vor der Mündung in die Adria

die Schleuse zum Canale Casson, welcher eine Verbindung in die Lagune von

Venedig herstellt. Am Schleusentor waren diverse Telefonnummern zum

Anmelden angeschrieben, jedoch scheiterte jede Kontaktaufnahme. Plötzlich

öffneten sich wie von Geisterhand die Tore und ein Motorboot verließ die

Schleuse. Trotz roter Ampel fuhren wir in die Schleusenkammer, darauf

hoffend, dass uns schon jemand Wohlwollendes über die zahlreichen

angebrachten Überwachungskameras beobachten werde. Tatsächlich schloss

sich das Tor hinter uns. Auf letzter Sekunde schiffte auch noch ein Schwan ein.

Es sah aus, als wenn er der Vollprofi beim Schleusen ist. Nach kurzer Zeit des

Pegelausgleichs öffnete sich das Ausfahrtstor und entließ uns in den Canale

Casson. Was folgte, waren lange Stunden des Paddelns in der Lagune von

Venedig mit dem Ziel Punta Sabbioni. Die einsetzende Flut machte sich

bemerkbar und erschwerte unser Vorwärtskommen genauso, wie Wellenschlag

von den jetzt zahlreichen Motorbooten. Verlässt man die Fahrtrinne um nur

wenige Meter, bleibt man selbst mit einem Faltboot im Schlick stecken. Wir

hatten Ebbe. Nach einem langen Paddeltag kamen wir erschöpft in Punta

Sabbioni an und setzten unser Boot in einer Baustelle am nahen Campingplatz

aus. Einige wichtig tuende Bauleiter ließen ihren Ärger darüber erkennen und

drohten mit der Polizei. Diese Baustelle gehört zum MOSE-Projekt, welche

Venedig vor Hochwasser schützen soll. Ganz schnell verließen wir das Gelände

und quartierten uns im nahen Campingplatz ein. Nach einer erfrischenden

Dusche ging es mit der Fähre noch zum Markusplatz, der uns mit

beeindruckender Leere empfing. Kein Kreuzfahrtschiff weit und breit. So

erlebten wir ein Venedig, wie es in den letzten Jahrzehnten nur selten zu

erleben war.

Während ich am nächsten Tag die Rückreise antrat, verbrachte mein

Mitstreiter Kasi noch zwei weitere Nächte in Venedig und lief schließlich auf

eigenem Kiel den Bahnhof Santa Lucia in Venedig an. Dort baute er sein

Faltboot ab, durfte sich auch noch freundlich mit der Wasserpolizei

unterhalten und trat schließlich die Heimreise mit dem fast leeren Nachtzug

an.

Fazit: Eine gelungene, coole Tour die sehr abwechslungsreich war. Start in den

Bergen von Belluno, Durchbruch durch die letzten Höhenrücken, Eintritt in die

norditalienische Tiefebene, durch verschlungene Wasserwege in die Lagune

von Venedig und als krönendes Highlight ein menschenleeres Venedig.

Von Belluno bis Ponte de Piave waren es 105 Paddelkilometer (Fahrtdauer von

Freitagnachmittag bis Montagmittag) und weiter bis Venedig dann noch ca.

40km (2 Tage).

Danke an die Mitpaddler und an Sigi für die hervorragende Organisation.

Und wenn Kasi es mit dem Videoschnitt schafft, dann kann man im November

beim Filmabend der Kajakabteilung die ganze Tour in Farbe und Ton nochmal

miterleben.

Thomas Götz